Visitenkarten gestalten - Der Aushang Ihres Unternehmens als Blickfang

Wie Sie lernen, professionelle und
ansprechende Visitenkarten zu gestalten

In der Geschäftswelt begegnet man vielen verschiedenen Menschen und schüttelt viele Hände. Um einen guten Eindruck zu hinterlassen, sind es – neben einem professionellen Auftreten und einer freundlichen Erscheinung – die kleinen Kärtchen, die man sich in die Hand drückt. Wenn Sie Visitenkarten drucken, die anspruchsvoll und ansprechend gestaltet sind, haben Sie gute Chancen, einen nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen. Nutzen Sie die Geschäftskarte, um den Erstkontakt so positiv wie möglich zu gestalten. Und entgegen aller Unkenrufe sind die Visitenkarten auch im Internet-Zeitalter und der elektronischen Datenübermittlung immer noch ein haptischer Türöffner, der durch nichts zu ersetzen ist.

Was Sie über die Werkzeuge wissen sollten

Wenn Sie professionell Visitenkarten gestalten möchten, sollten Sie mit einem professionellen Programm arbeiten. Mit Microsoft Word lassen sich zwar auch Visitenkarten gestalten, und aufgrund des begrenzten Umfangs kann das auch einigermaßen funktionieren. Besser dran sind Sie aber mit einer professionellen Publishing-Software wie Adobe InDesign, und auch Adobe Illustrator ist für die Gestaltung von Visitenkarten ein gutes Werkzeug. Als Alternative zu InDesign sei Scribus erwähnt, mit dem man seine Visitenkarten ebenfalls ordentlich gestalten kann. Eine Bildbearbeitung wie GIMP oder Adobe Photoshop ist ausschließlich für die Bearbeitung von Bildern nötig und muss für die Gestaltung der Visitenkarten somit nicht zwingend zum Einsatz kommen.

Die wichtigsten Inhalte für Ihre Visitenkarte

Die Visitenkarte dient als Ihr Aushängeschild in klein. Sie repräsentiert Ihr Unternehmen, Ihre Dienstleistung, Ihr Produkt. Und sie soll über Ihre Erreichbarkeit informieren. Gestalten Sie deswegen Ihre Visitenkarte mit folgenden Fakten:

  • Ihr Name
  • alternativ der Name des Unternehmens
  • Anschrift
  • Telefon (Festnetz und / oder Mobilnummer)
  • E-Mail-Adresse
  • Website

Alles andere ist optional und gehört nicht unbedingt auf die Visitenkarte. Spartanisch orientierte Selbständige verwenden bei der Gestaltung der Visitenkarte auch mal nur die Website, E-Mailadresse und Mobilnummer, was auch funktionieren kann, wenn die Unternehmensadresse für das Produkt oder die Dienstleistung keine Rolle spielt, oder wenn man betonen möchte, dass man seine Leistungen ortsunabhängig anbietet. Neben der klassischen Visitenkarte zwecks Informationsvermittlung können Sie Ihre Kunden auch mit Treue- oder Bonuskarten mit Stempelflächen erfreuen. Damit ist das 10. Brot kostenlos. Visitenkarten mit anderem Zweck gestalten = Kundenbindung auf kleinstem Format und mit geringer Investition.

Wie Sie mit Ihrer Visitenkarte wirken können

Die Wirkung, die Ihre Karte hinterlässt, wird mit Ihrer Person verbunden. Achten Sie also darauf, dass die Außenwirkung der Visitenkarte dieselbe ist, die Sie mit ihrem Unternehmen erreichen möchten. Sie, beziehungsweise Ihr Unternehmen soll als seriös und vertrauensvoll wahrgenommen werden, weil Sie ein Anwalt oder ein Versicherungsvertreter sind? Oder wollen Sie in erster Linie als modern, szenig und trendig erscheinen, weil Sie als DJ oder in der Veranstaltungsbranche arbeiten? Notieren Sie Ihre gewünschte Außenwirkung, indem Sie Adjektive sammeln, die Ihnen einfallen. Diese Liste benötigen wir gleich für die Gestaltung Ihrer Visitenkarte.

Wenn Ihr Unternehmen eine Hausfarbe, ein Logo, einen Schriftzug oder eine bestimmte Hausschrift verwendet, sollten Sie diese Elemente natürlich unbedingt bei der Gestaltung Ihrer Visitenkarte mit aufnehmen. Sie gehören zur Gesamterscheinung und bilden das CD, das Corporate Design, also das einheitliche Erscheinungsbild eines Unternehmens.

So definieren Sie Ihre Zielgruppe

Als Zielgruppe bezeichnen wir den Personenkreis, dem Sie Ihre Karte in die Hand drücken möchten – sozusagen Ihr Ziel, das Sie im Auge haben, wenn Sie mit Ihrer Visitenkarte Kontakte knüpfen. Sind es Privatpersonen oder wollen Sie Händler für Ihr Unternehmen interessieren? Lässt sich der Interessenskreis nach Alter, Geschlecht oder anderen Kriterien eingrenzen? Auch hier lohnt es sich, sich vor der Gestaltung Ihrer Visitenkarte ein paar Notizen zu der Gruppe von Personen zu machen, deren Interesse Sie wecken möchten.

Sind Sie bereit, Entscheidungen zu treffen?

Manchmal kommt es vor, dass sich die gewünschte Außenwirkung und die Eigenschaften der Zielgruppe nicht komplett miteinander decken. Denken Sie beispielsweise an die Einladung zu einer Hochzeit: Braut und Bräutigam sind sehr modern und wollen weder ein weißes Kleid noch eine romantisch-kitschige Feier, sondern eine ausgelassene, fröhlich-feuchte Party. Die Zielgruppe, in diesem Fall die Gäste in Form der Eltern, Schwiegereltern und einige Freunde, sind allerdings traditionell und hätten viel lieber die weiße Hochzeit in der Kirche. Hier laufen also Zielgruppe und gewünschte Außenwirkung auseinander. Wer gewinnt, lässt sich nicht verallgemeinern, und letztlich sollte man das unter anderem von der Art des Gestaltungsobjekts abhängig machen. Bei der Gestaltung unserer Visitenkarte gibt es dazu eine relativ einfache Regel: Da die Inhalte einer Visitenkarte hauptsächlich einer knappen Informationsvermittlung geschuldet sind, sollte man der Zielgruppe eine untergeordnete Rolle zuweisen und – falls sich Zielgruppe und Außenwirkung stark unterscheiden – der Außenwirkung den Vorrang geben. In erster Linie sollten Sie die Visitenkarte also so gestalten, dass sie Ihr Unternehmen präsentiert und die Unternehmenskultur widerspiegelt.

Was Sie über das Format wissen sollten

Die klassische Visitenkarte informiert also über Unternehmensname sowie über die Daten der Person. Das macht sie meistens auf einer Vorder- und einer Rückseite – häufig auch nur auf einer Seite. Das übliche Format ist 85 x 55 mm und für die Gestaltung der Visitenkarte deswegen zu empfehlen, weil es dem Scheckkartenformat entspricht und in die vorgefertigten Fächer einer jeden Geldbörse passt. Ein größeres Format fällt zwar mehr auf, kann aber für Unmut beim Empfänger sorgen, weil man nicht weiß, wo man das gute Stück aufbewahren soll. Ein kleineres Format ist auch nicht besonders beliebt, weil kleine Karten aus den standardisierten Fächern der Geldbörse schnell herausfallen.

Übrigens funktioniert ein Hochformat, also in der Breite 55 mm und in der Höhe 85 mm, genauso. Durch die schmale Breite fällt die Raumaufteilung allerdings schwerer, und je nach Slogan, Logo oder anderen Elementen fällt die Gestaltung der Visitenkarte mit dem Querformat häufig leichter.
Wer grundsätzlich mehr Platz benötigt und auf mehr Raum seine Visitenkarte gestalten will, weil er mehr zu sagen hat als die Basisdaten, kann sich guten Gewissens für die Klappkarte entscheiden. Hier können ganze vier Seiten mit Informationen bestückt werden.

Verteilen Sie die Inhalte und geben Sie einen Überblick

Wenn Sie eine Visitenkarte mit Vorder- und Rückseite gestalten wollen, überlegen Sie, welche Inhalte auf welche Seite gehören. Die Vorderseite erfüllt eine andere Funktion als die Rückseite. Sie soll auf einen Blick ansprechen, Interesse wecken, Sympathien hervorrufen, professionell wirken, und – ganz klar, sie soll das Unternehmen beziehungsweise Ihren Namen zeigen. Erst wenn Sie es geschafft haben, das Interesse und die Sympathie des potentiellen Kunden oder Geschäftspartners zu wecken, dreht der Kunde die Visitenkarte um. Die Rückseite verrät dann die detaillierteren Informationen, also die Telefonnummer, die Adresse, die Website und so weiter.

Teilen Sie erfolgreich: Die Inhalte für die Vorderseite der Karte

Nach zwei Tagen Cebit tun die Füße weh und die Hosentaschen sind voll mit Visitenkarten. Sorgen Sie dafür, dass nicht Ihre Karte im Mülleimer des Hotels landet, und fallen Sie ein bisschen aus der Reihe, indem Sie Ihre Visitenkarte ganz besonders ansprechend gestalten. Die Vorderseite darf also gerne ein Hingucker sein. Der Name Ihres Unternehmens beziehungsweise Ihr Name gehört auf jeden Fall dort hin. Gibt es einen Schriftzug, ein Logo oder einen Slogan, der Ihr Unternehmen repräsentiert? Dann sollte das in jedem Fall als Gestaltungselement auf die Karte, und zwar auch auf die Vorderseite. Arbeiten Sie mit einer Hingucker-Schrift, einer Hingucker-Farbe, einem Hingucker-Gestaltungselement – aber immer nur in dem Maße, in dem es zu Ihrer gewünschten Außenwirkung passt.

Produkte und Fachrichtungen auf der Rückseite: Das alles muss drauf

Sämtliche anderen Informationen wie Telefon oder Adresse können je nach Stil und gewünschter Erscheinung ebenfalls vorne auf die Visitenkarte, bei einer zweiseitigen Karte dann aber eher auf der Rückseite platziert werden. Dazu zählen auch Produkt- oder Dienstleistungsinformationen wie zum Beispiel Fachrichtungen und Fachgebiete, die man nicht sofort erkennen kann. Wer zum Beispiel Internetspezialist ist, tut gut daran, seine Leistungen mit ein paar weiteren Begriffen zu ergänzen. Der „Spezialist“ kann nämlich ein 1-Mann- Computerservice sein, der die Rechner von Privatleuten repariert, oder ein großes Hosting-Unternehmen mit individuell programmierten Onlineshops.

5 Punkte zur optimalen Wirkung Ihrer Visitenkarte

1. Entdecken Sie die unbewusste Wirkung von Farben

Gibt es eine Hausfarbe, also eine Farbe, die mit Ihrem Unternehmen oder mit Ihrem Produkt verbunden ist? Coca-Cola ist rot, die Telekom ist magenta. Sind Sie auch eine Farbe? Dann verwenden Sie diese, wenn Sie Ihre Visitenkarte gestalten. Wenn es keine Hausfarbe gibt, Sie aber farbig arbeiten möchten, dann verwenden Sie eine Farbe, die zu Ihrem Unternehmen passt. Kultur, Tradition und Symbolik sorgen für verallgemeinerbare Aussagen über die Wirkung von Farben. Falls Ihr Unternehmen – noch – keine Hausfarbe hat, können Sie mithilfe dieser Übersicht die gewünschte Wirkung Ihrer Visitenkarte unterstützen. Je größer die Farbfläche, desto stärker in der Regel auch die Wirkung. Holen Sie Ihre Liste mit Eigenschaften hervor, und gleichen Sie diese mit der Farbwirkung ab. So nähern Sie sich der passenden Farbe für Ihre Visitenkarte.

  • Rot steht für Wärme, Liebe, Leidenschaft, Eifersucht, Blut, Aggression
  • Blau steht für Treue, Göttlichkeit, Ferne, Himmel, Wasser, Kälte, Melancholie
  • Grün steht für Hoffnung, Leben, Gesundheit, Fruchbarkeit, Faulheit, Gift
  • Gelb steht für Leuchtkraft, Sonne, Wärme, Verstand, Feigheit, Neid
  • Orange steht für Wärme, Freude, Geselligkeit, Fröhlichkeit, Billigkeit, Lautstärke
  • Violett steht für Entspannung, Gelassenheit, Mystik, Herzlichkeit, Ruhe, Finsternis, Aberglaube, Tod, Einsamkeit
  • Braun steht für Gemütlichkeit, Erde, Naturverbundenheit, Dreck, Faulheit
  • Schwarz steht für Eleganz, Eindeutigkeit, Klarheit, Tod, Finsternis, Trauer
  • Weiß steht für Reinheit, Sauberkeit, Unschuld, Ehrlichkeit, Leere, Sterilität
Ein Tipp zur Farbe: Wenn Sie Ihre Visitenkarte gestalten, vermeiden Sie besonders bei den aktiven Farben eine Übertreibung – eine komplett rot hinterlegte Karte erinnert zwar auch an Blut, ist nicht unbedingt das, was man dem Blutspendedienst als Außenwirkung empfehlen würde.

2. Wie Ihre Karte optimal lesbar bleibt

Häufig empfiehlt es sich, nicht die ganze Visitenkarte farbig zu hinterlegen, sondern nur ein Element oder nur das Logo, eine Linie oder nur ein Wort farbig zu machen. Aber auch das komplette Einfärben ist – im Gegensatz zum Briefpapier oder zu einer Broschüre – bei der Visitenkarte in Ordnung, denn wir arbeiten hier mit wenig Text. Hier spielt also der erhobene Lesbarkeit-Zeigefinger keine große Rolle. Natürlich soll der Text auf der Visitenkarte gut erkennbar sein, aber da es kurze Infos sind, darf man auch Dinge tun, die bei längeren Texten nicht empfehlenswert sind, also beispielsweise helle Schrift auf weißem Grund, den sogenannten Negativtext.
Ein Tipp zum Kontrast: Achten Sie bei der Gestaltung der Visitenkarte ganz dringend auf genügend Kontrast. Der Helligkeitsunterschied zwischen dem Text und dem Hintergrund muss groß genug sein, damit sich die Schrift abhebt und der Kontrast entsteht. Je dunkler also die Hintergrundfarbe, umso eher muss man mit der Farbe der Schrift zum Negativ, also ins Helle oder ins Weiß wechseln.

3. Brauchen Visitenkarten Bilder?

Beim Gestalten der Visitenkarten spielen Bilder eine untergeordnete Rolle, und tatsächlich kommen die meisten ganz ohne aus. Wenn man ein Foto platzieren möchte, muss das gut durchdacht werden, da es nur dann sinnvoll ist, wenn man den Inhalt des Fotos auch erkennen kann. Aufgrund der begrenzten Größe der Visitenkarte ist der verfügbare Platz für ein Foto sehr gering, und somit rät man meistens davon ab.

Hin und wieder sieht man Karten von Dienstleistern, die ein Portrait von sich auf Ihrer Karte haben. Das kann auch in Ordnung sein und die Individualität erhöhen, wenn der Rest gut gestaltet ist.
Alternativ kann man alle Textinformationen auf die Vorderseite platzieren, und die komplette Rückseite wird mit einem Foto geschmückt. Bitte achten Sie bei der Fotoauswahl darauf, dass der Bildinhalt mit Ihrem Unternehmen und Ihrer Aussage zusammenhängt. Ein zusammenhangsloses Blümchen zu platzieren, weil die Rückseite sonst leer wäre, bringt ein technisches Unternehmen nicht weiter.

4. Verlieren Sie die Angst vor dem Nichts

… und wie der weiße Raum Ihnen sogar bei der Gestaltung hilft

Im Gegensatz zu Bildern lassen sich helle Hintergründe beziehungsweise Hintergrundmuster gut verwenden. Achten Sie hier wieder auf genug Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund, wenn Sie Ihre Visitenkarte gestalten.

Letztlich brauchen Sie aber keine Angst vor Leere auf Ihrer Karte zu haben. Mit schön gestalteter Schrift, einen Logo beziehungsweise einem Schriftzug und etwas Farbe, aber auch ohne Farbe und ganz ohne Hintergrundmuster können Sie Ihre Visitenkarte ansprechend und professionell gestalten. Im Beispiel ist eine Visitenkarte eines Finanzunternehmens zu sehen. Gedruckt wird auf einem Papier mit einer leichten Struktur und einer minimalen Gelbtönung. Die Vorderseite enthält nur den Namen und die Position, der Name ist in einem dunklen Gelb-Gold-Ton gefärbt. Durch die optimal platzierte Schrift mit viel Weißraum entsteht eine elegante Wirkung.

Tipp: Wenn Sie einen Text in die – vertikale – Mitte platzieren möchten, dann stellen Sie ihn nicht in die rechnerische Mitte, sondern etwas höher. Die „optische Mitte“ liegt etwas über der rechnerischen Mitte und verleiht dem Textblock eine Leichtigkeit und Eleganz, während Texte auf der rechnerischen Mitte schnell zu schwer und nach unten gezogen wirken.

Auch die Rückseite wirkt durch viel Weißraum offen, klar und elegant; die Wiederholung der Farbe in den drei Buchstaben verbindet Vorder- und Rückseite, und die Unterteilung in Blöcke erleichtert die Informationsaufnahme.

5. Wie Sie die richtige Schrift für die Visitenkarte finden

Bedenken Sie, wenn Sie Ihre Visitenkarte gestalten, dass es sich hier um ein Printprodukt mit kleinem Format und wenig Text handelt. Somit gilt hier ganz besonders: Verwenden Sie maximal zwei verschiedene Schriften. Eine könnte zur Hervorhebung des Namens oder des Unternehmens dienen. Das kann bei der Visitenkarte auch eine ungewöhnlichere Schrift sein, da die Lesbarkeit nicht unbedingt die erste Geige spielt. Je ungewöhnlicher und je schwerer lesbar diese Schrift, umso eher sollten Sie eine zweite Schrift kombinieren. Sie können beispielsweise für die Gestaltung der Visitenkarte eine Handschrift für den Namen verwenden, für den Rest der Daten eine klassische Schrift ohne An- und Abstriche, also eine Serifenlose. Bei den Handschriften gibt es einige, die eher weiblich und sehr verspielt wirken, aber es gibt auch etwas kantigere, männlich wirkende Schriften. Denken Sie an Ihre gewünschte Wirkung, wenn Sie sich entscheiden. Nehmen Sie wieder Ihre Liste mit den Eigenschaften zur Hand, und suchen Sie nach diesen Eigenschaften die Schrift aus.

Alternativ verwenden Sie nur eine Schrift mit mehreren Schnitten, also beispielsweise eine fette und eine dünne Variante aus einer Schriftfamilie. Letztlich kann auch nur eine Schrift in einem Schnitt genügen. Dann sollten Sie bei der Visitenkartengestaltung mit verschiedenen Größen für die richtige Hierarchie sorgen. Im Beispiel der Anwaltskanzlei genügt eine moderne, klare, klassische und wenig emotionale Schrift; die Hierarchien entstehen nur durch die unterschiedlichen Schriftgrößen.

Tipp zum Thema Beliebigkeit: Auch wenn es häufig eine Geschmackssache ist – wir empfehlen, aufgrund der hohen Verbreitung und der beliebigen Ausstrahlung einen Bogen um die Times, die Arial und die Helvetica zu machen. Und bitte die Comic Sans beim Gestalten Ihrer Visitenkarte ebenfalls nicht verwenden. Suchen Sie beispielsweise hier nach individuellen Schriften, die weniger verbraucht sind.

Guideline zur übersichtlichen Platzierung Ihrer Daten

Warum Sie die Ausrichtung bei der Visitenkarte frei wählen können

Die Ausrichtung der Texte hat starken Einfluss auf die Lesbarkeit. Linksbündiger Text lässt sich besser lesen als rechtsbündiger oder in der Mitte ausgerichteter Text, weil das Auge eine linke Kante leichter findet als eine rechte. Speziell bei der Visitenkartengestaltung ist genau diese Tatsache zu vernachlässigen, weil der Betrachter eben nicht längere Texte lesen muss. Sie können also einzelne Informationsblöcke auch rechtsbündig ausrichten und trotzdem genug lesefreundlich und professionell wirken.

Ein Tipp: Mischen Sie aber maximal zwei Ausrichtungen auf einer Karte; drei verschiedene Ausrichtungen sind nur in Ausnahmen zu empfehlen; mehr als drei sind in jedem Fall zu viel.

Das Beispiel des Anwalts zeigt die Ausnahme: hier wird der Name zentriert ausgerichtet, der linke untere Textblock ist rechtsbündig und der rechte untere Textblock linksbündig ausgerichtet. Aufgrund der Platzierung der Blöcke und der Ausrichtungskanten ist der Gesamteindruck aber zentriert; Die Linie zwischen den beiden unteren Textblöcken verstärkt den zentrierten Eindruck.

Kreieren Sie Informationsblöcke und Größen

Wenn Sie Ihre Visitenkarten gestalten, dann fassen Sie Informationen zu Blöcken zusammen. Das erleichtert das Erfassen der Informationen für den Betrachter und sorgt für ein aufgeräumtes Erscheinungsbild. Auch wenn Ihre gewünschte Außenwirkung nicht klassisch, sondern unkonventionell sein soll, sollte die Gestaltung trotzdem nicht chaotisch sein. Das würde lediglich unprofessionell wirken, und diese Wirkung will man auch als unkonventionelles und kreatives Unternehmen nicht.



Verschiedene Schriftgrößen sorgen für Hierarchien. Der Name des Unternehmens oder des Selbstständigen sollte der Hingucker sein und somit auch am größten gesetzt werden. Slogans oder andere Erklärungen folgen, danach kommen Adressdaten, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen.



Tipp: Die meisten Schriften sollten nicht unter 10 Punkt verwendet werden; Schreibschriften und Handschriften werden häufig erst ab 12 oder 13 Punkt gut erkennbar. Meistens kann man sich ohne Mühe auf zwei oder drei verschiedene Größen beschränken.

Feinabstimmung bei der Druckdatenauswahl

So knacken Sie die richtige Grammatur

Wenn Ihr Minitatur-Aushängeschild zu aller Zufriedenheit gestaltet ist, sollten Sie sich noch Gedanken über den Druck machen. Da ist zunächst die Papierwahl, die Sie treffen dürfen. Das Papier beeinflusst mit seiner Farbe die gesamte Erscheinung; die Stärke und Oberfläche des Papiers gestaltet die Haptik und somit das Gefühl und den Gesamteindruck, der entsteht, wenn die Karte überreicht wird.

Üblicherweise verwendet man bei Visitenkarten eine Grammatur, also eine Papierstärke von 250 Gramm. Ab dieser Stärke ist das Papier so dick, dass die Karten nicht leicht verknicken, wenn man sie von Hand zu Hand reicht. Zudem lassen sie sich ohne Probleme in die Fächer der Brieftasche einfädeln und sehen auch nach mehrmaligem Anfassen noch ansprechend aus. Sie können auch noch stärkeres Papier wählen; im Angebot von Printcarrier.com sind Stärken bis zu 450 Gramm für Ihre Visitenkarten erhältlich.

Wer möchte mit seiner Visitenkarte einen besonderen Eindruck machen?

Eine Veredelung unterstützt in jedem Fall die besondere Wirkung und optimiert Ihre Visitenkartengestaltung, weil Sie damit die Haptik und die Optik verändern können und sich somit erneut aus der Masse der Karten hervorheben. Es gibt zahlreiche und spannende Veredelungsarten, die sich speziell für Visitenkarten hervorragend eignen. Wenn Sie beispielsweise Wert auf eine lange Haltbarkeit Ihrer Karten legen, eignet sich die Folienkaschierung als Veredelung gut. Dabei wird über Ihre Karte eine Folie gezogen, die glänzend oder matt sein kann. Die Folie schützt vor Nässe und Schmutz. Zudem erhöht die Folie die Festigkeit der Karte. Auch der übliche Abrieb der Druckfarbe, der üblicherweise entsteht, wenn die Karte häufig in die Hände genommen wird, kann von der Folie verhindert werden. Bei der Folie mit Softtouch-Variante entsteht zudem eine weiche, hautähnliche Haptik. Für welche Variante Sie sich auch entscheiden – mit einer Veredelung oder speziellem Papier unterstützen Sie in jedem Fall die Einzigartigkeit Ihres Produktes. Bedenken Sie aber wieder vor jeder Wahl, wer Sie sind, wen Sie repräsentieren und wie Sie wirken wollen, damit Sie mit Ihren Karten glaubwürdig bleiben.

In 10 Schritten zur perfekten Gestaltung Ihrer Visitenkarte

  • Zielgruppe und Außenwirkung festlegen
  • Inhalte für die Karte festlegen
  • Eventuell Aufteilung der Inhalte auf Vorder- und Rückseite
  • Farbwahl abhängig vom Corporate Design und von der Farbwirkung
  • Schriftwahl abhängig von der Wirkung treffen
  • Informationsblöcke bilden
  • Maximal zwei Schriften verwenden
  • Maximal zwei Ausrichtungen verwenden
  • Papierstärke ab 250 Gramm empfehlenswert
  • Papier und Veredelung mit Bedacht auswählen

Mit der Karte zum Erfolg!

Mit einer ansprechend gestalteten und professionell gedruckten Visitenkarte schaffen Sie einen optimalen Türöffner, um ihrem Geschäftspartner in guter Erinnerung zu bleiben. Wenn Sie Ihre Visitenkarten drucken lassen, dann am besten direkt bei uns im Shop Wählen Sie Ihr Wunschpapier und Ihre Veredelung, und lassen Sie Ihre Karten für sich sprechen. Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Gestaltung und viel Erfolg mit Ihrem Produkt!



Produktvielfalt auf einen Blick!





Ihr Browser ist leider veraltet, oder sie haben Javascript deaktiviert!

Um die bestmögliche Darstellung unserer Seiten zu gewähren, empfehlen wir Ihnen ein Updates Ihres Internet-Browsers durchzuführen. Oder Javascript zu aktivieren.