Gestalten Sie ihr Plakat einfach besser

Das Vorspiel der Gestaltung

Das Plakate ist ein hervorragendes Medium, um eine Information oder eine Botschaft zu vermitteln. Dank seiner hohen Werbewirksamkeit und ebenfalls hoher Reichweite bietet es Ihnen eine gute Möglichkeit, einen großen Kundenstamm anzusprechen beziehungsweise Neukunden zu gewinnen, und das mit vergleichbar wenig Aufwand.

Entdecken Sie die Besonderheiten von Plakat und Poster

Das Besondere an Plakaten ist der Umstand, unter denen es Ihre Kunden oder Ihre potentiellen Kunden lesen: ganz nebenbei. Im Gegensatz zu fast allen anderen Werbemitteln wie dem Flyer, der Postkarte oder auch Broschüre wird das Plakat sowie auch das Poster im Vorbeigehen betrachtet; im Optimalfall haben Sie mehrere Minuten, die der Betrachter Ihnen beziehungsweise Ihrem Plakat schenkt, beispielsweise beim Warten auf die U-Bahn, oder ein Poster, das bei einer Vernissage, in der Schule oder im Unternehmen an schwarzen Brett aushängt. Aber auch wenn das Indoor-Poster, das in Räumen oder öffentlichen Gebäuden hängt, ein wenig mehr Zeit erhält – unter dem Strich gilt auch hier, sich kurz zu fassen. Schnell muss es gehen, die Informationen müssen übersichtlich und auf einen Blick zu erfassen sein. Zuvor allerdings müssen Sie es mit ihrer Gestaltung schaffen, den Blick des Vorbeigehenden zu fangen. Sie müssen seine Aufmerksamkeit erregen, ihn neugierig machen und ihn emotional ansprechen. Fassen wir also zusammen, worauf wir bei der Gestaltung des Plakats ganz besonderen Wert legen:

  1. Wir müssen den Blick des Betrachters fangen
  2. Wir müssen ihn in aller Kürze informieren.

Ganz nebenbei möchten wir mit unserem Plakat natürlich unsere Dienstleistung beziehungsweise unser Produkt bewerben und letztlich möchten wir, dass er in das nächste Geschäft geht, um sich das Produkt zu kaufen oder sich sofort auf den Weg macht, um zur angekündigten Veranstaltung zu kommen. Beim Plakate gestalten begegnen wir hier dem AIDA-Konzept von Elmo Lewis. Er hat die vier Werbeziele mit den Anfangsbuchstaben A, I, D und A zusammengefasst. Dabei steht A für Attention, also der Aufmerksamkeit, die wir als erstes gewinnen wollen. Das I steht für Interest, also für Interesse; das D steht für Desire, dem Wunsch nach dem beworbenen Produkt oder der Veranstaltung, den wir mit der Werbung beim Kunden wecken wollen, und das letzte A steht für Action, weil wir im Optimalfall den Kunden nun zu einer Aktion bewegt haben, nämlich das Produkt zu kaufen oder die Veranstaltung zu besuchen.

Warum das Plakat so besonders ist

Aus gestalterischer Sicht ist das Plakat zudem ein ganz besonderer Kandidat: Je nach Gestaltung wird das Plakat – anders als der Flyer, die Broschüre oder das Briefpapier – als Gesamtheit wahrgenommen. Vorausgesetzt, der Betrachter hat einen relativ großen Abstand und das Plakat ist nicht zu kleinteilig gestaltet, wird es sozusagen als ein Bild, als eine Einheit wahrgenommen. Ein lineares Lesen oder Aufnehmen der Informationen findet dann nicht statt. Der Betrachter erfasst zwar auch in kleinen Häppchen, aber diese werden nicht zwingend von oben nach unten abgearbeitet, sondern abhängig von Größe, Farbe und räumlicher Nähe zu anderen Bildbestandteilen.

Wie Sie zwischen drinnen und draußen unterscheiden

Für die Gestaltung eines Posters, das in Räumen wie zum Beispiel an einer Infotafel oder bei einer Veranstaltung aushängt, gelten ähnliche Regeln. Auch hier werden die Informationen zunächst als zusammenhängendes Bild wahrgenommen, und auch hier gilt es in erster Linie, die Aufmerksamkeit des Betrachters und seine Blicke zu gewinnen. Grundsätzlich dürfen Sie aber hier etwas kleinteiliger gestalten. Ein Poster wird in der Regel nicht im Vorbeifahren und mit einem kleineren Leseabstand erfasst, denn der Betrachter hält sich im Raum auf, schlendert daran vorbei oder vertreibt sich die Wartezeit mit dem Betrachten Ihrer Gestaltung. Wir dürfen also beim Poster mit etwas mehr Text und auch mit kleineren Schriftgraden arbeiten als beim Plakat.

Das Plakat für alle – informieren Sie sich, wo Sie hängen!

Plakaten sagt man nach, dass sie im Durchschnitt maximal zwei Sekunden betrachtet werden. Bei Postern kann sich die Betrachtungszeit allerdings erheblich verlängern. Das ist für die Plakate eine sehr kurze Zeit, um die Blicke des Betrachters zu fangen, zumal das von Ihnen gestaltete Plakat wahrscheinlich nicht das einzige sein wird, das aushängt. Abhängig vom Standort kann sich die Betrachtungsdauer aber durchaus noch mehr verkürzen beziehungsweise verlängern. Um das Optimum aus Ihrer Gestaltung herauszuholen, sollten Sie vorher genau planen, wo es zu sehen sein wird. Der Standort hat nämlich durchaus Einfluss auf die Gestaltung Ihres Plakats. Wenn Sie wissen, dass Ihr Plakat an großen Straßen hängen wird, können Sie davon ausgehen, dass Sie hauptsächlich Lauf- beziehungsweise Fahrkundschaft haben. Die Inhalte und Texte müssen also extrem schnell zu erfassen sein, was für uns Gestalter bedeutet, dass wir ein sehr aussagekräftiges Bild brauchen und sehr kurzen Text. Wer seine Plakate eher in der Fußgängerzone aufhängen lässt oder in der U-Bahn, kann davon ausgehen, dass die Betrachtungsdauer etwas länger ist und die Betrachter vielleicht auch näher an das Plakat herankommen. Bei solchen Standorten beziehungsweise bei den Indoor-Postern kann man auch einen QR-Code unterbringen. Diesen können die Betrachter dann mit dem Smartphone scannen und auf diese Weise weitere Informationen erhalten.
Auch das Licht ist ein Umstand, den wir beim Gestalten unseres Plakats im Kopf haben sollten. Hängt es in der U-Bahn oder in belebten Fußgängerzonen, können wir davon ausgehen, dass allzeit gute Lichtverhältnisse herrschen. Wird Ihre Gestaltung aber eher am Bretterzaun nebenan plakatiert, müssen Sie besonders mit dunklen Farben vorsichtig sein und lieber hell und klar gestalten, damit das Plakat auch abends zu sehen und zu erkennen ist. Wer ein Poster für den Innenraum gestaltet, muss sich zumindest um die Lichtverhältnisse keine Gedanken machen.

Jung, männlich, sportlich…

Plakate wirft man nicht in den Briefkasten, und genauso wenig drücken Sie Ihrem Kunden, der gerade Ihre Dienstleistung in Anspruch genommen hat, ein solches zum Abschied in die Hand. Sie haben so gesehen nur begrenzten Einfluss darauf, wer an Ihrem Plakat vorbeigeht – letztlich wissen wir nur, dass die Wahrscheinlichkeit, dass es von den Passanten wahrgenommen wird, die regional mit dem Standort des Plakats verbunden sind, also in der Nähe wohnen oder arbeiten. Gestalten Sie Ihr Plakat so, dass sich die Personengruppe angesprochen fühlt, für die der Inhalt interessant ist. Gestalten Sie also für Ihre Zielgruppe – für die Gruppe von Personen, die Sie mit Ihrem Produkt ansprechen und deren Aufmerksamkeit Sie erreichen möchten. Wir haben für Sie zwei Beispiele zusammengetragen, an denen Sie sich orientieren können, wenn Sie Ihr Plakat gestalten:

Konzertplakate

Sie möchten ein Heavy-Metall- oder Rock’n-Roll-Konzert ankündigen? Dann beschreiben Sie doch einmal die Konzertfans – und schon haben Sie Ihre Zielgruppe, für die Sie Ihr Plakat gestalten. Gleichzeitig sollten Sie natürlich die gewünschte Außenwirkung der Band beachten, denn diese soll sich mit dem Plakat, auf dem ihr Konzert angekündigt wird, identifizieren können. Zarte Schreibschriften und Pastelltöne haben in dieser Gestaltung nichts verloren.

Gesundheit und Wellness

Sie bewerben eine Messe zu diesem Thema? Hier ist die Zielgruppe relativ breit gefächert, denn das Thema Gesundheit interessiert Jung und Alt, Frauen wie Männer. Gestalten Sie das Plakat also recht offen, um sich nicht selbst die Kundschaft wegzunehmen.

Wir gestalten beispielhaft ein Plakat für ein Fußballturnier von Jugendlichen. Wir wollen damit die Jugendlichen selbst nach außen vertreten und hoffen, dass sich auch andere, noch nicht im Fußballverein organisierte Jugendliche dafür interessieren. Zudem sind natürlich auch interessierte Eltern eingeladen und sollen sich von der Gestaltung angesprochen fühlen. Damit wir unsere Zielgruppe direkt ansprechen gestalten wir unser Plakat also farbenfroh, sportlich, dynamisch, klar und nicht verspielt.

5 entscheidende Punkte für die richtige Platzierung

1. Das Geheimnis der Blicke – so kennen Sie ihren Weg

Bei einseitigen Gestaltungen wie dem Plakat kommt häufig das Betrachtungsmuster in Z-Form zum Tragen. Der potentielle Kunde beginnt also die Betrachtung oben links, dann fährt der Blick waagerecht nach rechts bis in die rechte obere Ecke, dann diagonal nach links unten und von dort wieder waagerecht nach rechts. Dadurch entstehen vier Punkte, die sogenannten Fixationspunkte, an denen Inhalte aufgenommen werden. Anhand dieses Betrachtungsmusters können Sie die Inhalte aufteilen. Wenn wir davon ausgehen, dass das Bild als Blickfang dient und das Hauptmotiv über die gesamte Seite des Plakats zu sehen ist, können Sie den zugehörigen Text beispielsweise oben platzieren; Zusatzinfos sowie Ihr Logo, Ihr Unternehmen oder weitere Infos wie den QR-Code am unteren Rand.

Das Z-Muster ist aber nicht allgemein und immer gültig. Auch die Art der Elemente und Bildmotive kann den Blickverlauf in unserem Plakat beeinflussen. So haben Untersuchungen gezeigt, dass der Blick des Betrachters zuerst in dem Gesicht der abgebildeten Person landet, falls in der Gestaltung unseres Plakats ein Portrait verwendet wird. Das Gesicht spricht den Betrachter emotional an, und er empfindet diese Stelle als am wichtigsten. Von dort aus schweift der Blick weiter, und die Informationen, die räumlich am nächsten liegen, werden als nächstes wahrgenommen. Ein neben dem Gesicht platzierter Textblock würde also in der Kette der aufgenommenen Informationen als nächstes folgen.

2. Entscheiden Sie sich: Bild oder Text!

Entscheiden Sie, ob Sie mit einen Bild oder mit Text den Blick einfangen wollen. Für unser Beispiel hieße dies: Wollen Sie mit einem Fußballbild oder dem Wort „Beach Soccer Cup“ die Aufmerksamkeit des Passanten erhaschen? Geben Sie einem der beiden Gestaltungselemente den Vorrang, damit keine Konkurrenz entsteht. Für die Praxis bedeutet das: Gestalten Sie Ihr Plakat mit einem großen Bild als Blickfang und drapieren Sie den Text als Ergänzung oder verwenden Sie den Turniernamen als Hingucker in einer entsprechend großen Schrift und verwenden Sie das Bild als schmückenden Hintergrund. Wir entscheiden uns für den Text als Blickfang.

3. Fünf Gruppen für die Übersicht

Grundsätzlich sollte man mit nicht mehr als vier oder fünf Gestaltungselementen auf dem Plakat arbeiten. Jeder Text, jedes Bild, jedes grafische Element gilt dabei als Element. Wir haben uns für die Headline als Blickfang entschieden, ein Fußballfoto mit viel grünem Hintergrund als Schmuck, dann folgen noch die Hinweise zum Datum und Ort als dritte Gruppe und der Vereinsname, Logo etc. als vierte Gruppe. Bei Postern mit geringerem Leseabstand und einer längeren Aufmerksamkeit, die uns der Betrachter schenkt, kann einer der Blöcke auch mehr Informationen enthalten. Details zum Konzert wie eine Liste der Städte, in denen die Band auftritt oder auch die Namen der Schauspieler, die bei der Theaterveranstaltung mit von der Partie sind, sind durchaus üblich und aufgrund der leicht veränderten Lesesituation auch angemessen.

4. Wie Sie das richtige Bild finden

Wird in Ihrem Plakat das Bild als Blickfang genutzt, sollten Sie ganz besonderes Fingerspitzengefühl besitzen, wenn Sie die Auswahl treffen. Denn mit dem Bild steht und fällt die Wirkung Ihres gestalteten Plakats. Das Bild muss den Betrachter im ersten Moment emotional ansprechen, dann haben Sie seine Aufmerksamkeit erregt und machen ihn neugierig. Achten Sie auf ein klar erkennbares Motiv. Je nach Unternehmen beziehungsweise Inhalt dürfen Sie den Betrachter dann im zweiten Schritt auch intellektuell ansprechen und ihm eine Information vermitteln.
Auch die Bildaufteilung ist ausschlaggebend. Gestalten Sie ein Plakat, auf das Sie viel Text unterzubringen haben, braucht dieser ein stilles Örtchen, um genug Beachtung zu finden. Verwenden Sie ein Bild, auf dem das gegeben ist wie in unserem Fußballbild, oder beruhigen Sie durch das Aufhellen oder Abdunkeln von bestimmten Bildbereichen, sodass Ihr Text bestmöglich wahrgenommen werden kann.

5. Die Macht der Blickrichtung: Zeigen Sie Interesse oder Ablehnung

Falls Sie Personen beziehungsweise Gesichter abbilden, sollten diese in die Seite, also zum zu vermittelnden Inhalt, hineinblicken. Und nicht nur das – auch die Körperhaltung ist ein wesentliches Kriterium. Selbst wenn Sie den Blick der abgebildeten Person im Plakat geradeaus gestalten, dieser also zum Betrachter geht, dann sollte der Körper in die Seite hinein zeigen. Manchmal handelt es sich nur um eine leichte Drehung der Schultern, und trotzdem kann diese leicht verdrehte Haltung, wenn sie nach außen zeigt, Abneigung und Desinteresse ausstrahlen, das der Betrachter unbewusst wahrnimmt. Wenn Sie mit dem Inhalt des Plakats genau das, also Abneigung und Desinteresse, ausdrücken möchten, dürfen Sie diese Regel natürlich ignorieren.

Sieben hilfreiche Tipps für die optimale Gestaltung Ihres Plakats

  • Betrachtungsmuster in Z-Form ist üblich, aber nicht zwingend.
  • Portrait auf Plakat spricht Betrachter emotional an.
  • Elemente, die dem Blickfang räumlich nahe sind, werden zuerst wahrgenommen.
  • Als Blickfang kann ein Bild oder ein Textblock dienen.
  • Verwenden Sie maximal fünf Gestaltungsgruppen.
  • Das Bild als Blickfang muss ein klar erkennbares Motiv haben.
  • Personen auf dem Bild müssen in das Plakat hineinblicken.

Die Geheimnisse der Farben: So beeinflussen Sie den Betrachter

Farben haben einen sehr starken Einfluss auf jeden Betrachter, der häufig nicht bewusst wahrgenommen wird. Dieser Einfluss setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen wie der Tradition und Religion, der Symbolwirkung, aber auch aus eigenen Erfahrungen. Damit Sie die unterschiedlichen Farbwirkungen kennen und diese beim Gestalten Ihres Plakats berücksichtigen können, haben wir für Sie einige generell gültige Eigenschaften zusammengetragen.

  • Rot steht für Wärme, Liebe, Leidenschaft, Eifersucht, Blut, Aggression
  • Blau steht für Treue, Göttlichkeit, Ferne, Himmel, Wasser, Kälte, Melancholie
  • Grün steht für Hoffnung, Leben, Gesundheit, Fruchtbarkeit, Faulheit, Gift
  • Gelb steht für Leuchtkraft, Sonne, Wärme, Verstand, Feigheit, Neid
  • Orange steht für Wärme, Freude, Geselligkeit, Fröhlichkeit, Billigkeit, Lautstärke
  • Violett steht für Entspannung, Gelassenheit, Mystik, Herzlichkeit, Ruhe, Finsternis, Aberglaube, Tod, Einsamkeit
  • Braun steht für Gemütlichkeit, Erde, Naturverbundenheit, Dreck, Faulheit
  • Schwarz steht für Eleganz, Eindeutigkeit, Klarheit, Tod, Finsternis, Trauer
  • Weiß steht für Reinheit, Sauberkeit, Unschuld, Ehrlichkeit, Leere, Sterilität

Bitte beachten Sie: Diese Farbwirkungen beziehen sich auf den europäischen-amerikanischen Raum. Sollten Sie Ihr Plakat für ein anderes Gebiet, wie beispielsweise Asien, gestalten, empfehlen wir Ihnen sich für dieses separiert zu informieren. Eine sehr detaillierte Übersicht finden Sie hier.

Rot, grün und blau: Farbig ist gut!

Die Wirkung der Farben ist aber nur ein Punkt, der Sie bei der Gestaltung Ihres Plakats beschäftigen sollte. Ein weiterer Punkt ist natürlich der besondere Umstand des Produkts, also des Plakats. Während bei anderen Printprodukten, wie beispielsweise Visitenkarten oder Briefpapier, häufig die Empfehlung lautet, dass weniger mehr ist, darf bei Plakaten ausgiebiger gestaltet werden. Hier geht es um Aufmerksamkeit, um Neugierde, um einen Blickfang. Wichtig ist also, dass Sie den Blick fangen – ob einfarbig oder bunt spielt keine Rolle. Aber mit Farbe ist es einfacher. Denken Sie besonders an die dunkleren und weniger gut beleuchteten Ecken, in denen Ihr Plakat hängen könnte. Arbeiten Sie also eher mit hellen denn mit dunklen Farben; setzen Sie genug Kontrast ein, um auch im Dämmerlicht lesbar zu bleiben, und gestalten Sie Ihr Plakat mit kräftigen Farben. Beschränken Sie aber die Anzahl der Farben, um sich auf einen Grundton in der Gestaltung zu konzentrieren, sonst wirkt Ihr Plakat schnell kindlich.

Warum Sie die Hausfarbe vernachlässigen können

Die Hausfarbe ist der dritte Punkt, der bei der Farbwahl eine Rolle spielt – aber diesmal eine Untergeordnete. Viele Firmen haben eine Hausfarbe, also eine Farbe, die immer wieder in ihrem Corporate Design verwendet und mit der beispielsweise das Logo oder der Schriftzug gefärbt wird. Bei der Gestaltung des Plakats dürfen wir diese Farbe aber beruhigt etwas in den Hintergrund rücken. Natürlich sollten das Logo und der Schriftzug weiterhin in der Hausfarbe auf dem Plakat platziert werden, aber Sie müssen diese Farbe nicht zwingend als Grundfarbe verwenden. Daher empfehlen wir Ihnen Ihr Plakat lieber für Ihre Zielgruppe zu gestalten und das Corporate Design hinten anzustellen.

Färben Sie erfolgreich: So finden Sie die passende Farbe

Wenn ein großflächiges oder zumindest stark wirksames Bild im Plakat verwendet wird, dann macht dieses Bild die Farbansage. Nur dann, wenn die Grundfarbe des Bildes für die restliche Farbwahl ausschlaggebend ist, wird ihr Aushang harmonisch. Denken Sie daran – wir gestalten keine Seite eines Printprodukts, sondern ein Gesamtkunstwerk, wir gestalten ein Gesamtbild. Und wenn es eine Hauptfarbe gibt, müssen sich die anderen Farben fügen.
Greifen Sie also die Hauptfarbe des Bildes auf, und verwenden Sie diese in Ihrer Plakatgestaltung an anderer Stelle weiter, auch als aufgehellte oder abgedunkelte Variante. In unserem Beispiel ist das Grün die vorherrschende Farbe, zudem hat das Bild schon recht markant schwarz und weiß kombiniert. In diesem Fall bleiben wir bei einer der drei Farben des Bildes und entscheiden uns für eine schwarze Headline.
Farben wirken auch abhängig von ihrer Fläche und im Zusammenspiel untereinander. Detailliertere Informationen erhalten Sie in unserem Special zum Thema Farbe.

Vier Schritte zur perfekten Farbe

Farben wirken auf verschiedenen Ebenen Das Plakat als Blickfang darf farbig und auffällig sein. Die Hausfarbe des Unternehmens muss nicht zwingend die vorherrschende Farbe im Plakat sein. Bei dominanten Bildern sollten die Farben aus dem Bild stammen.

Die richtige Schrift machts!

So knacken Sie das Rätsel zur passenden Schrift

Die Farben sind geklärt, suchen wir nun für die Gestaltung unseres Plakats die passende Schrift. Bei der Schriftwahl für Ihr Plakat hat Lesbarkeit die oberste Priorität. Durch die extrem kurze Verweildauer auf dem Plakat – denken Sie an die zwei Sekunden – muss der Betrachter in der Lage sein, den Text schnellstmöglich zu lesen und zu erkennen, und das kann er nur mit einer Schrift, die klar und lesefreundlich ist. Grundsätzlich eignen sich für die Gestaltung des Plakats eher Serifenlose Schriften, weil viele von Ihnen ein offenes, klares Schriftbild haben und den Betrachter nicht mit Feinheiten oder Schnörkeln ablenken. Aufgrund der großen Größen sind Schriften mit etwas stärkerer Strichstärke auch besser geeignet als die mit dünner Strichstärke – denken Sie wieder an den vorbeifahrenden Autofahrer, vielleicht sogar im Dämmerlicht. Hier ist ein fetter oder zumindest kräftiger Schnitt leichter zu erfassen als ein Schnitt mit dünnen Strichen.

Schreibschriften sind meist zu verspielt und häufig sehr schlecht lesbar und eigenen sich wenn dann für ein Auszeichnungswort oder als schmückendes Element. Auch kursive Schnitte sind in der Regel unter diesen Umständen weniger geeignet als gerade Schnitte. Letztlich sind das aber alles nur Anhaltspunkte, da jede Regel nur durch ihre Ausnahmen bestätigt wird. Betrachten Sie also die Schriften, die für das Gestalten Ihres Plakats in die engere Auswahl kommen, individuell, und urteilen Sie erst, wenn Sie die Schrift „in Aktion“ sehen.

Werben Sie erfolgreich: Die fünf Regeln zur Schriftwirkung

Wir haben gerade gehört, dass die Lesbarkeit beim Plakate gestalten oberste Priorität hat, da wir mit einer so extrem kurzen Betrachtungsdauer rechnen müssen. Natürlich ist aber die Wirkung der Schrift ein zweiter Faktor bei der Schriftwahl, den wir ebenfalls betrachten müssen. Jede Schrift hat neben ihrer guten oder schlechten Lesbarkeit ja noch weitere Feinheiten, die zu einem Gesamtbild und zu einer Gesamtwirkung beitragen. Auch hier lassen sich ein paar allgemeinernde Regeln aufstellen. >ul< Schriften wie Helvetica, Arial oder Avenir nennt man serifenlose Schriften. Sie haben keine An- und Abstriche und wirken modern und nüchtern. Sie eignen sich hervorragend für Ihr Plakat, wenn Sie technische Produkte bewerben und zeitlos und klassisch wirken möchten. Aber auch wenn Sie möglichst neutral und wenig individuell erscheinen möchten, sind die Serifenlosen eine gute Wahl. Viele Serifenlose sind gut lesbar und eignen sich für den Einsatz ein längeren Textblöcke genauso wie für kleine Größen.
Wir haben gerade gehört, dass die Lesbarkeit beim Plakate gestalten oberste Priorität hat, da wir mit einer so extrem kurzen Betrachtungsdauer rechnen müssen. Natürlich ist aber die Wirkung der Schrift ein zweiter Faktor bei der Schriftwahl, den wir ebenfalls betrachten müssen. Jede Schrift hat neben ihrer guten oder schlechten Lesbarkeit ja noch weitere Feinheiten, die zu einem Gesamtbild und zu einer Gesamtwirkung beitragen. Auch hier lassen sich ein paar allgemeinernde Regeln aufstellen. >ul< Schriften wie Helvetica, Arial oder Avenir nennt man serifenlose Schriften. Sie haben keine An- und Abstriche und wirken modern und nüchtern. Sie eignen sich hervorragend für Ihr Plakat, wenn Sie technische Produkte bewerben und zeitlos und klassisch wirken möchten. Aber auch wenn Sie möglichst neutral und wenig individuell erscheinen möchten, sind die Serifenlosen eine gute Wahl. Viele Serifenlose sind gut lesbar und eignen sich für den Einsatz ein längeren Textblöcke genauso wie für kleine Größen.

Die Serifenschriften erkennt man an den An- und Abstrichen, die sich an den Enden der Senkrechten und Waagerechten befinden. Ein typisches Beispiel für eine Serifenschrift ist Times, aber auch Garamond oder Bodoni sind häufig verwendete Serifenschriften. Man sagt ihnen nach, dass sie je nach Schnitt Eleganz und Würde ausstrahlen, machne von ihnen wirken aber auch altertümlich. Die Lesbarkeit von Serifenschriften ist in der Regel gut, und sie lassen sich prima auch für längere Texte und in kleinen Größen gut erkennen.
Die sogenannten serifenbetonten Schriften zeichnen sich durch ungewöhnlich dicke Serifen aus. Im Gegensatz zu den Serifenschriften wirken sie nicht elegant, sondern laut, kräftig und enorm stabil. Je nach Dicke der Serifen sind sie in kleinen Größen aber nicht gut lesbar; umso besser sind sie aber für große Überschriften geeignet.
Handschriften machen den Eindruck, als wären sie gerade frisch mit der Hand geschrieben – sie wirken individuell, unregelmäßig, natürlich und schwungvoll; viele weisen eine deutliche Links- oder Rechtsneigung auf. Die Schreibschriften sind in der Regel etwas gleichmäßiger als die Handschriften, wirken oft zart und elegant, mache sogar zerbrechlich. Beide Schriftarten sind aufgrund ihrer eher unregelmäßigen Strichführungen und Ausprägungen nicht besonders gut lesbar und eignen sich eher für größere Überschriften als für lange Texte in kleinen Größen.
Schriften, bei denen die Strichstärke eher dünn ist, vermitteln eine leise und zurückhaltende Wirkung, eventuell machen sie auch einen zerbrechlichen Eindruck. Schriften mit verhältnismäßig dicker Strichstärke eignen sich für lautere Texte und dort, wo der Eindruck von Stabilität und Kraft vermittelt werden soll.
Wer der Gestaltung seines Plakats eine zweite Schrift kombinieren möchte, kann das gerne tun. Mehr als zwei Schriften auf einem Plakat sind aber in der Regel nicht empfehlenswert, denn wir haben ja auch wenig Text, auf den sich die unterschiedlichen Schriften verteilen.

Aufmerksamkeit statt Hausschrift: So setzen Sie Prioritäten

Denken Sie beim Plakate gestalten auch an eventuell für das Unternehmen typische Schriften. Viele Unternehmen verfügen über sogenannte Hausschriften, die sie immer wieder verwenden und an die ihre Wiedererkennung gekoppelt ist. Falls eine solche Hausschrift vorhanden ist, sollten Sie diese in jedem Fall im Plakat verwenden. Je nachdem, um was für eine Schrift es sich handelt, muss sie aber nicht im Vordergrund stehen. Denn wie wir nun wissen, haben Lesbarkeit und eine schnellstmögliche Erfassung der Inhalte die oberste Priorität, und viele Schriften eignen sich in ungewöhnlich großer Größe, die bei einem Plakat zum Einsatz kommt, nun mal gar nicht. In diesen Fällen verwendet man eine geeignete Schrift für den Blickfang beziehungsweise die Headline und verwendet die Hauschrift kleiner im Schriftzug oder im Verweis auf das Unternehmen. Zusammenfassend gesagt, sollten Sie die Schrift für Ihr Plakat lieber in Hinblick auf Lesbarkeit gestalten, als nach Vorgaben aus dem Corporate Design.

Wir entscheiden uns bei unserem Plakat für eine nicht ganz gewöhnliche, sondern etwas auffälligere Schrift, die durch ihre leichte Unregelmäßigkeit etwas individueller wird. Die dicke Strichstärke lässt sie auch in der großen Größe als Blickfang gut lesbar werden. Da es sich eher um eine Auszeichnungsschrift handelt und sie in kleinen Größen auch nicht mehr so gut lesbar ist, kombinieren wir für die kleinen Hinweistexte eine zweite, zurückhaltende Serifenlose, die Hausschrift es Vereins, dazu. Detaillierte Informationen über die Wirkung und das Kombinieren von Schriften erhalten Sie in unserem Special zum Thema Schrift.

In sieben Sekunden zur richtigen Schriftgröße

Wenn wir uns nach einer angemessenen Schriftgröße für die Plakatgestaltung fragen, ist es am einfachsten, wenn Sie den Praxistest machen. Ist der Blickfang die Schrift oder das Bild? Wenn es ein Bild ist und die Schrift ergänzt wird, können Sie als Anhaltspunkt für den gesamten Textblock circa 20 Prozent der Plakathöhe verwenden. Bei beispielsweise zwei Zeilen Text verwenden Sie also 10 Prozent der Plakathöhe als Schriftgröße. Dient allerdings die Schrift als Blickfang, muss die Schrift noch größer gezogen werden und kann bis zu 60 Prozent der Plakathöhe füllen. Hier kommt auch wieder die Frage nach dem Standort auf. Wenn Sie wissen, wo Ihr gestaltetes Plakat vorwiegend hängen wird, können Sie auch einschätzen, wie der Leseabstand sein muss.

Sie müssen kein Genie sein, um sich kurz zu fassen

Denken Sie bei der Gestaltung Ihres Plakats in Blöcken und nicht in Zeilen. Die Kernaussage sollte mit wenigen Worten vermittelt werden, kurz und knapp auf den Punkt gebracht. Für das Finden der richtigen Worte sind Gespür, Talent und Erfahrung nötig. Für knackig auf den Punkt gebrachte Plakattexte werden Texter gut bezahlt, und das nicht ohne Grund. Im Optimalfall bilden Text und Bild eine Einheit. Wenn Sie für Ihre Kampagne keinen professionellen Texter zur Verfügung haben, versuchen Sie, Ihre Aussage möglichst treffgenau auf den Punkt zu bringen. Wortwitz und Anspielungen sind nicht schlecht, können aber auch gründlich danebengehen. Vermeiden Sie Verneinungen. Wenn Sie eine Veranstaltung ankündigen wollen, benötigen Sie nicht zwingend einen Slogan – hier erfüllt der Name des Konzerts beziehungsweise in unserem Fall der Name des Fußballturniers seinen Zweck. Denken Sie daran: Beim Plakate gestalten, ist weniger mehr! Minimieren Sie daher die Wortanzahl, sodass die Botschaft klar und verständlich ausgedrückt wird.

Legen Sie los, und überzeugen Sie mit Ihrem Plakat!

Professionell gestaltete und qualitativ hochwertig gedruckte Plakate und Poster sind ein hervorragendes Werbemittel. Wir hoffen, dass wir Ihnen mit dieser Anleitung einen guten Einstieg in das Gestalten von Ihrem Plakat liefern konnten und wünschen Ihnen viel Erfolg dabei!



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