Kontaktdaten
Wir sind gerne für Sie da! Sie erreichen uns telefonisch unter 0049-911-521915-11 von Montag bis Freitag 08:00 - 18:00 Uhr oder über unser Kontaktformular.

Beitrag

Gestaltung einer Postkarte mit InDesign


Postkarten können nicht nur als Grußkarten gestaltet werden, sondern auch als Einladung zu einer Veranstaltung oder als Werbemittel. Während die Themen und die Einsatzmöglichkeiten vielfältig sind, ist es die Vorgehensweise beim Gestalten in InDesign nicht. In wenigen Schritten können Sie eine Postkarte gestalten und druckfertig machen.

Vorbereitungen – Bildmaterial sichten und bearbeiten

Sämtliche Bilder, die man verwenden möchte, sollten in ausreichender Größe vorliegen. Hiermit ist vor allem die Auflösung gemeint. In der Größe, in der die Bilder gedruckt werden sollen, müssen sie in 300 dpi vorliegen. Dies kann man mit dem Programm Photoshop herausfinden und dort gegebenenfalls anpassen. Auch ist der Farbraum der Bilder wichtig. Für den Bildschirm und für den Druck verwendet man unterschiedliche Farbräume, nämlich RGB und CMYK. In Photoshop kann man den Farbraum eines Bildes ändern und es in CMYK umwandeln. Dies ist sehr wichtig, da sonst die Farben beim Druck anders dargestellt werden, als man es zuvor am Bildschirm gesehen hat! Manchmal kann man schon direkt am Bildschirm erkennen, dass plötzlich eine bestimmte Farbe nicht mehr so gut herauskommt wie vorher. Dann kann man ebenfalls in Photoshop nacharbeiten und das Bild dann am besten im Datenformat TIF oder TIFF abspeichern.

Druckinformationen einsehen und beim Anlegen des Dokuments beachten

Auch ist es sinnvoll, die Druckdateninformationen auf printcarrier.com zum gewünschten Produkt einzusehen. Denn hier erfahren Sie, wie Sie die Postkarte in InDesign anlegen müssen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Besonders wichtig sind hier die Maße und der Beschnittrand. Das Farbprofil ist in der Regel schon vorhanden und das Dateiformat kann in der Regel ebenfalls beim Erzeugen des PDFs aus InDesign einfach im Menü gewählt werden.

Bei der Postkarte DIN Lang, die als Beispiel dienen soll, ist das Format 9,8 x 21,0 cm, der Beschnitt soll 1 mm sein und der Abstand zum Rand des Datenformates (nicht der Postkarte!) soll 3 mm betragen. Das bedeutet, nach dem Öffnen von InDesign legen Sie am besten ein neues Dokument mit den entsprechenden Maßen an. Die Spalten bleiben einfach so wie in der Voreinstellung, da sie vorerst nicht benötigt werden.

neues Dokument

Im Anschluss stellen Sie den Innenrand von 3 mm im Menüpunkt Layout unter Ränder und Spalten ein. Dieser wird dann zu jeder Seite mit 2 mm angegeben, weil der Beschnittrand bereits 1 mm beträgt. Nun ist der Weg frei für die freie Gestaltung der Postkarte. In unserem Beispiel sollte eine Werbepostkarte als Einleger für Bücher produziert werden. Vorne soll sie farbig sein, auf der Rückseite schwarz-weiß mit weiteren Informationen. Aus diesem Grund wird das Dokument mit 2 Seiten angelegt. Die zweite Seite erhält dann keine farbigen Elemente, sondern nur schwarze bzw. graue Linien und Text.

Das wichtigste Gestaltungsprinzip: der Goldene Schnitt

Wenn Sie sich schon immer gefragt haben, warum die Werbung der Profis so ausgewogen und harmonisch aussieht, dann liegt das an einem uralten Gestaltungsprinzip, das schon in der Antike verwendet wurde. Der Goldene Schnitt ist eine mathematische Formel, nach der man Anteile berechnen kann. Arrangiert man Elemente auf einer Fläche anhand dieser Formel, dann wirkt dies auf den Betrachter besonders harmonisch. Doch bevor Sie den Taschenrechner zücken, genügen wenige Klicks im Internet: Auf der Seite http://www.goldenenschnittberechnen.de/berechnung-goldener-schnitt.html geben Sie einfach die Maße Ihrer Postkarte ein und erhalten das gewünschte Ergebnis.
In Ihrem Dokument in InDesign setzen Sie nun Hilfslinien an die berechneten Positionen. Zusammen mit dem Beschnittrand und dem Innenrand sieht Ihr leeres Dokument nun wie folgt aus:

Hilfslinien

Hintergrund aufziehen

Nun können Sie beispielsweise eine Hintergrundfarbe wählen. Da die Postkarte im Beispiel Elemente enthält, die in einem Beige angelegt sind, wurde ein Hintergrund in der gleichen Farbe gewählt. Wichtig ist hierbei, die Farbfläche bis zum Ende des Beschnittrands, also über den Rand der später gedruckten Postkarte hinaus zu ziehen. Denn der Beschnittrand heißt nicht ohne Grund so: Wird ein Bild oder eine Farbfläche nur bis zum Rand der Postkarte gezogen und bleibt der Rest frei, dann entstehen später unschöne weiße Blitzer.
Um den Hintergrund aufzuziehen, wählen Sie in der Werkzeugleiste den Rechteckrahmen, ziehen ihn über das gesamte Dokument und füllen ihn dann in der gewünschten Farbe.

werkzeugleiste - rechteckrahmen

Wenn Sie nicht genau wissen, welche Farbe Sie anwählen sollen, Sie aber einen bestimmten Hintergrund benötigen, nutzen Sie das Pipettenwerkzeug. Haben Sie beispielsweise ein Bild, das in eine Farbe eingebettet ist, und möchten exakt diese Farbe nutzen, dann platzieren Sie diese Grafik irgendwo auf Ihrer Postkarte. Wählen Sie dann mit dem Mauszeiger das Rechteck des Hintergrunds aus, klicken auf das Pipettenwerkzeug und klicken Sie auf eine Stelle mit der Farbe, die Sie als Hintergrund wünschen. Sofort wird das Rechteck sich umfärben. Im Beispiel sieht man das Bild mit der Cremefarbe und den angewählten Rahmen des Rechtecks, der nun mittels Pipette in dem cremefarbenen Ton eingefärbt wird. Der Vorteil ist, dass die Schrift nun so wirkt, als sei sie frei platziert und nicht in einer Box.

pippettenwerkzeug

Gestaltungselemente platzieren mit Hilfslinien

Wie Sie am letzten Screenshot erkennen konnten, wurde der Schriftzug zu platziert, dass er im Gesamten unterhalb der oberen Hilfslinie des Goldenen Schnittes liegt und mit dem überwiegenden roten Teil unterhalb der zweiten Linie des Goldenen Schnittes. Man kann nicht alle Elemente exakt so positionieren, doch je mehr man entlang des Rasters ausrichtet, desto harmonischer wirkt die Komposition.
Ganz unten in der Nähe des unteren Randes wurde eine weitere Hilfslinie angebracht. Sie bildet die Grundlinie des Schriftzugs „Löws“. Es ist ratsam, auch andere Wörter auf dieser Linie zu platzieren, damit sie für das Auge nicht zu schweben scheinen.
Im Beispiel wurde der Verlagsname „VAT“ auf dieser Hilfslinie und ein weiteres Gestaltungselement, nämlich der angedeutete siebenarmige Leuchter, unterhalb der unteren Linie des Goldenen Schnittes platziert.

hilftslinie

Mit der Taste W kann man die Hilfslinien übrigens ausblenden, um die Fläche einmal so anzuschauen, wie sie später aussehen wird. Es ist hilfreich, immer wieder mit W hin- und her zu schalten, wenn man die Elemente arrangiert. Denn mit dem bloßen Auge sieht man den Goldenen Schnitt nicht, doch lenken die vielen Linien in den bunten Farben teils auch ab und man möchte sich zwischendurch auch auf das Gesamtkonzept konzentrieren.

ausgeblendete hilfslinien

Da der eigentliche Zweck der Postkarte ein sogenannter Subskriptionspreis ist (ein Buchpreis, der vor der Auslieferung günstiger ist), kommt noch ein Rechteckrahmen mit Text hinzu. Für die Farbe des Textes kommt wieder die Pipette zum Einsatz – diesmal mit dem Rot aus dem Schriftzug „Löws“. So bleiben die Farben immer perfekt aufeinander abgestimmt und man erhält nicht zu viele Rottöne oder Ähnliches. Die Abbildungen der Bücher werden nun ebenfalls arrangiert und mit einem Schlagschatten versehen. Diesen finden Sie im Menü unter Objekt und dann Schlagschatten. Es ist wichtig, für jedes Objekt den exakt gleichen Schlagschatten einzustellen, da es sonst für das Auge unruhig wirkt. Nun ist die Vorderseite fertig.

schlagschatten

Die schwarz-weiße Rückseite ist weniger aufwendig, da Sie nur Informationen enthalten soll, also schwarze Schrift. Im Beispiel wurden zwei Rechteckrahmen aufgezogen und mit Text gefüllt, der dann formatiert wurde. Dies ist in der Mitte mit einem grauen Rechteck unterteilt worden. Auch hier können Sie erkennen, dass der Text anhand des Goldenen Schnittes ausgerichtet wurde. Oben wurde eine weitere Hilfslinie eingezogen, damit die Überschriften die gleiche Unterkante erhalten.

hilfslinie rückseite

Daten prüfen mit dem Preflight

Nun sind Vorder- und Rückseite der Postkarte fertiggestellt. Um zu prüfen, ob die Daten druckbar sind, lohnt es sich, den sogenannten Preflight anzuschauen. Diesen finden Sie unter dem Menüpunkt Datei und dann Preflight. Hier werden kritische Punkte für den Druck mittels eines Warnsymbols angezeigt. Dabei kann es sich um Bilder im falschen Farbraum ebenso handeln wie um nicht eingebettete Schriften (die meisten Schriften sind jedoch standardmäßig verwendbar). Wichtig im Preflight ist der Menüpunkt Verknüpfungen und Bilder, weil hier unterhalb der Verknüpfungen der sogenannte ppi angegeben wird. Der muss überall über 300×300 liegen, weil ansonsten die Auflösung zu niedrig ist.

Postkarte als PDF exportieren und drucken lassen

Ist die Postkarte komplett fertig, muss sie noch aus InDesign als PDF exportiert werden. Hierzu finden Sie unter Datei den Menüpunkt PDF-Exportvorgaben. Hier ist normalerweise bereits eine Auswahl vorhanden, die das benötigte Dateiformat von printcarrier.com abdeckt. Nun müssen Sie die Daten nur noch hochladen und sich auf das Druckergebnis freuen.




Ihr Browser ist leider veraltet, oder sie haben Javascript deaktiviert!

Um die bestmögliche Darstellung unserer Seiten zu gewähren, empfehlen wir Ihnen ein Updates Ihres Internet-Browsers durchzuführen. Oder Javascript zu aktivieren.