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ID-Tutorial: Druckdatenerstellung für die Laserstanzung


Sie möchten Ihre Druckdaten mit der Laserstanzung aufwerten? Diese Veredelung ist sicher eine gute Wahl. Dabei können per Laser aus Ihrem Druckprodukt filigrane Bereiche ausgestanzt werden, die dann völlig entfernt und somit durchlässig sind.

Bitte beachten Sie zunächst alle üblichen, druckrelevanten Punkte, die erfüllt werden müssen. Lesen Sie diese hier noch einmal nach. Für eine Veredelung müssen die Daten vorab in der Layoutsoftware korrekt angelegt werden. PrintCarrier.com benötigt grundsätzlich zusätzliche Dokumente, die ebenfalls alle druckrelevanten Punkte erfüllen müssen. Das Tutorial zeigt Ihnen die Vorgehensweise für die Laserstanzung mit Adobe InDesign anhand einer Visitenkarte.

Beispiel für die Laserstanzung

Im Tutorial werden beispielhaft die notwendigen Druckdateien für eine Visitenkarte erstellt. Auf der Visitenkarte sind alle Texte sowie das Logo ausgestanzt; als Papier dient ein graues Strukturpapier. Die Visitenkarte liegt als InDesign-Datei vor.

Besonderheiten bei der Laserstanzung

Bei der Laserstanzung werden bestimmte Elemente aus dem Papier herausgestanzt, das heißt ein Teil des Papiers wird weggeschnitten. Durch den hochempfindlichen Laser können selbst feinste Linien und filigrane Muster gestanzt werden. Bei der Gestaltung der zu stanzenden Elemente sollten Sie folgendes beachten: Aufgrund der Tatsache, dass das Papier an den zu stanzenden Elementen – im Beispiel die Schrift – nach dem Stanzen komplett entfernt ist, müssen die Räume zwischen den zu stanzenden Elementen – im Beispiel die Buchstabenzwischenräume – eine Mindestbreite aufweisen. Blieben zu dünne Stege übrig, würde das Papier brechen.

Im Beispiel handelt es sich um einen Text, der bei normaler Laufweite für eine Stanzung zu eng stünde und dessen Buchstabenabstände deswegen um 80 Einheiten vergrößert wurden. Somit vergrößern sich die beim Stanzen übrig bleibenden Haltestege und brechen nicht weg. Abgesehen von der Stabilitiät ist es auch aus optischen Gründen sinnvoll, die Laufweite von Text zu erhöhen, da sich in diesem Fall die Lesbarkeit verbessert.

Grundsätzlich gilt, dass die Haltestege mindestens 0,4 mm breit sein sollten; die Linienstärke von grafischen Elementen und Schrift sollte mindestens 0,2 mm betragen.

Eine Visitenkartenvorderseite: Drei Seiten in InDesign

PrintCarrier.com benötigt üblicherweise drei PDF-Dateien für die Produktion; eine Datei zur Ansicht, eine Datei für den Druck und eine Datei für die Veredelung. In diesem Beispiel gibt es aber keine Daten, die gedruckt werden, da sämtliche Textelemente und die Grafik ausgestanzt werden sollen. Somit benötigt man nur zwei Dateien, eine Druckdatei und eine Veredelungsdatei. Damit die PDFs leicht und korrekt erzeugt werden können, dupliziert man in InDesign die Seite mit der angelegten Visitenkartenvorderseite einmal. Dies lässt sich entweder über den Befehl „Druckbogen/Seite duplizieren“ erreichen, der sich in der Palette Seiten mit Klick auf die Seite und dem Öffnen des kontextsensitiven Menüs zeigt, oder man verschiebt bei gedrückter Wahl-Taste in der Palette Seiten das Seitensymbol nach unten. Es liegen nun zwei identische Seiten vor.

Zwei Seiten mit unterschiedlichen Inhalten

  1. Die Ansichtsdatei „Vorderseite_GESAMT

Wir verwenden für die Ansichtsdatei die erste aus der InDesign-Datei. Diese Seite enthält alle Elemente der Visitenkarte und dient lediglich der Ansicht. Die Farben der Beispiel-Visitenkarte können unverändert übernommen werden. Da später mit einem grauen Papier gearbeitet wird, simuliert hier eine graue Hintergrundfläche das Papier.

  1. Die Druckdatei „Vorderseite_DRUCK

Dieses PDF muss alle Elemente enthalten, die auf herkömmlichem Weg gedruckt werden. Da bei dieser Karte keine Elemente gedruckt werden, ist kein PDF nötig.

  1. Die Veredelungsdatei „Vorderseite_LASERSTANZUNG

Nun wechseln wir zur zweiten Seite unserer InDesign-Datei, die noch alle Elemente der Visitenkarte enthält. Hier löschen wir alle Objekte, die nicht gestanzt werden – also den grauen Hintergrund, der nur der Optik diente.

Die Objekte, die gestanzt werden, müssen als CMYK-Rot angelegt sein. Wir färben also alle Elemente, die gestanzt werden sollen, in diesem Fall alle Objekte, mit einem Rot aus 0% Cyan, 100% Magenta, 100% Gelb und 0% Schwarz, indem wir die Objekte markieren und die Farbe zuweisen.

Das Ziel: Zwei PDF-Dateien mit fixen Namen

Die InDesign-Datei mit den zwei Seiten kann nun als PDF exportiert werden. Verwenden Sie beim Export das Format PDF/X-1a:2001 und exportieren Sie die Seiten einzeln, so dass Sie zwei einzelne PDF-Dateien mit jeweils einer Seite erhalten. Achtung: Bitte benennen Sie die PDF-Dateien wie unter Punkt 1 und 3 bereits angegeben, also

Vorderseite_GESAMT“ und „Vorderseite_LASERSTANZUNG“.

PrintCarrier.com kann nun Ihre Visitenkarte professionell und wie gewünscht mit der Laserstanzung anfertigen, wie sie im Bild zu sehen ist. Ein passendes Papier wie zum Beispiel das Deluxe Felt Natural rundet Ihr hochwertiges Produkt ab. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und viel Freude mit dem Ergebnis.

 

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Claudia Korthaus arbeitet seit ihrer Ausbildung zur Schriftsetzerin in verschiedenen Bereichen der Gestaltungsbranche. Sie ist als Autorin von Artikeln und Fachbüchern tätig, entwickelt grafische Konzepte und Redesigns für Unternehmen und unterrichtet Grafik, Gestaltung und Typografie. Seit 2016 erstellt sie für Printcarrier.com redaktionelle Inhalte.

Laserstanzung:


Premiumpapier – 320g Deluxe Felt Natural
9,0 x 5,0 cm

83,34 EUR NETTO

300g Sirio Black 85x55 mm – Ecken gerundet (7mm Radius):


einseitig Siebdruck weiß
Keine Prägung
Farbschnitt – Farbfolie – Silber glänzend
Laser-Filigranstanzung

250,20 EUR NETTO

350g Coffee 85x55 mm – Ecken gerundet (7mm Radius):


beidseitig Siebdruck weiß
Keine Prägung
Kein Farbschnitt
Laser-Filigranstanzung

148,23 EUR NETTO


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