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ID-Tutorial: Druckdatenerstellung für den Relieflack


Sie haben sich für eine Veredelung Ihrer Druckdaten mit Relieflack entschieden? Mit dem Relieflack lassen sich Elemente oder Schriftzüge dreidimensional hervorheben. Die spürbare UV-Lackschicht sorgt nicht nur für einen optischen Hingucker, sondern auch für ein haptisches Erlebnis.

Bitte beachten Sie zunächst alle üblichen, druckrelevanten Punkte, die erfüllt werden müssen. Lesen Sie diese hier noch einmal nach. Für eine Veredelung müssen die Daten vorab in der Layoutsoftware korrekt angelegt werden. PrintCarrier.com benötigt grundsätzlich zusätzliche Dokumente, die ebenfalls alle druckrelevanten Punkte erfüllen müssen. Das Tutorial zeigt Ihnen die Vorgehensweise für den Relieflack mit Adobe InDesign anhand einer Visitenkarte.

Beispiel für den Relieflack

Im Tutorial werden beispielhaft die notwendigen Druckdateien für die Rückseite einer Visitenkarte erstellt. Dabei soll mit dem Relieflack auf der Rückseite eine Art Platine simuliert werden.

Eine Visitenkartenrückseite: Drei Seiten in InDesign

PrintCarrier.com benötigt nun drei PDF-Dateien für den Druck. Damit die PDFs leicht und korrekt erzeugt werden können, dupliziert man in InDesign die Seite mit der angelegten Visitenkartenvorderseite gleich zweimal. Dies lässt sich entweder über den Befehl „Druckbogen/Seite duplizieren“ erreichen, der sich in der Palette Seiten mit Klick auf die Seite und dem Öffnen des kontextsensitiven Menüs zeigt, oder man verschiebt bei gedrückter Wahl-Taste in der Palette Seiten das Seitensymbol nach unten. Wiederholt man das Vorgehen ein weiteres Mal, enthält die InDesign-Datei nun drei Seiten mit identischen Inhalten.

Drei Seiten mit unterschiedlichen Inhalten

  1. Die Ansichtsdatei „Rückseite_GESAMT

Wir verwenden für die Ansichtsdatei die erste aus der InDesign-Datei. Diese Seite enthält alle Elemente der Visitenkarte und dient lediglich der Ansicht. Die Farben der Beispiel-Visitenkarte können unverändert übernommen werden.

  1. Die Druckdatei „Rückseite_DRUCK

Dieses PDF muss alle Elemente enthalten, die auf herkömmlichem Weg gedruckt werden. Wir wechseln also zur zweiten Seite der InDesign-Datei. Hier löschen wir alle Elemente, die später veredelt werden sollen; im Beispiel löschen wir die Linien der Platinensimulation; lediglich der blaue Hintergrund bleibt stehen. Aus dieser zweiten Seite entsteht später die Druckdatei.

  1. Die Veredelungsdatei „Rückseite_RELIEFLACK

Nun wechseln wir zur dritten Seite unserer InDesign-Datei, die ebenfalls noch alle Elemente der Visitenkarte enthält. Hier löschen wir alle Objekte, die nicht veredelt werden – also den blauen Hintergrund.

Die Objekte, die veredelt werden, müssen als CMYK-Schwarz angelegt sein. Die graue Platine wird deswegen in Schwarz umgefärbt. Das Grau ist in diesem Fall nicht als eigenständige Farbe, sondern nur als Farbton von Schwarz definiert. Somit setzen wir den Ton auf 100% hoch.

Ist das Grau eine eigenständige Farbe, können wir es löschen, indem wir in es in der Palette Farbfelder auf den Papierkorb ziehen. InDesign fragt uns nun, welche Farbe stattdessen verwendet werden soll. Als Ersatzfarbe wählen wir das Schwarz aus. Das Schwarz von InDesign – nicht zu verwechseln mit der Farbe [Passermarken] – besteht aus 100 % Schwarz  (0/0/0/100) und ist somit die richtige Wahl.

Das Ziel: Drei PDF-Dateien mit fixen Namen

Die InDesign-Datei mit den drei Seiten kann nun als PDF exportiert werden. Verwenden Sie beim Export das Format PDF/X-1a:2001 und exportieren Sie die Seiten einzeln, so dass Sie drei einzelne PDF-Dateien mit jeweils einer Seite erhalten. Achtung: Bitte benennen Sie die PDF-Dateien wie unter Punkt 1, 2 und 3 bereits angegeben, also

Rückseite_GESAMT“, „Rückseite_DRUCK“ und „Rückseite_RELIEFLACK“.

PrintCarrier.com kann nun Ihre Visitenkarte professionell und wie gewünscht mit dem reliefartigen Platinenmuster drucken, wie es rechts im Bild zu sehen ist. Ein passendes Papier wie zum Beispiel das Cotton rundet ihr hochwertiges Produkt ab. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und viel Freude mit dem Ergebnis.

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Claudia Korthaus arbeitet seit ihrer Ausbildung zur Schriftsetzerin in verschiedenen Bereichen der Gestaltungsbranche. Sie ist als Autorin von Artikeln und Fachbüchern tätig, entwickelt grafische Konzepte und Redesigns für Unternehmen und unterrichtet Grafik, Gestaltung und Typografie. Seit 2016 erstellt sie für Printcarrier.com redaktionelle Inhalte.



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