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Die fünf größten Irrtümer bei der Gestaltung einer Visitenkarte


1. Visitenkarten sind veraltet – heute gibt es XING und Co.! Falsch.

Dass Visitenkarten beziehungsweise Geschäftsdrucksachen aufgrund der digitalen Entwicklung nicht mehr nötig sind, ist ein Irrglaube. Natürlich holt man sich Informationen über ein Unternehmen oder auch die Telefonnummer schnell von der Website des Unternehmens. Aber erstens ist das Überreichen der Visitenkarte bei oder nach einem Gespräch eine ganz persönliche Geste. Und zweitens kann man als zukünftiger Geschäftspartner dem Kunden kaum eine Website in die Hand drücken. Visitenkarten lassen sich anfassen – digitale Daten nicht. Durch die Haptik der Visitenkarte und die damit verbundene Stimulation des Tatsinnes prägen Sie sich als zukünftiger Gesprächspartner mehr beim Kunden ein als eine Website.

2. Je größer, umso besser! Falsch.

Natürlich wollen Sie mit Ihrer Visitenkarte auffallen und Eindruck machen. Mit einer zu großen Karte stellen Sie sich aber selbst ein Bein. Visitenkarten haben in der Regel ein Format von 85 × 55 mm, das Scheckkartenformat. Handelsübliche Portmonees haben für dieses Format vorgesehene Fächer, in die der Kunde die Visitenkarte stecken möchte. Passt sie dort nicht hinein, kann es Ihnen passieren, dass Ihre Karte schnell im Abfall landet oder stiefkindlich liegen gelassen wird. Falls Sie mehr Platz benötigen, greifen Sie doch zu einer Klappvisitenkarte.

3. Alle nur denkbaren Infos unterbringen – das ist Service! Falsch.

Im Gegensatz zu einem Plakat muss die Visitenkarte nicht in erster Linie die Blicke in fangen und Aufmerksamkeit erregen, sondern über Name, Unternehmen und Kontaktmöglichkeiten informieren. Deswegen sollten Sie nicht auffällig, sondern informativ – und somit übersichtlich – gestalten. Und nicht zuletzt muss die Visitenkarte ja auch zum Corporate Design Ihres Unternehmens passen.

Welche Informationen tatsächlich auf der Karte landen, ist abhängig vom Unternehmen, der Dienstleistung, aber auch von den eigenen Wünschen. Mittlerweile verzichten einige Unternehmen auf die Angaben zur Postadresse, was dann durchaus sinnvoll ist, wenn sie – wie zum Beispiel bei einem Online-Shop – für den Kunden keine Rolle spielt.

4. Ausgefallene Berufsbezeichnungen machen Eindruck! Falsch.

Der Vision Clearance Engineer oder der Technical Horticultural Maintenance Officer klingen schon fast skurril. Zu glauben, den Fensterputzer oder den Gärtner sollte man mit einer „kreativen“ Berufsumschreibung auf Englisch aufpimpen, grenzt an peinliche Angeberei. Auch kryptische E-Mail-Adressen wie 7938coolclearance@hotmail.com tragen nicht zu einem seriösen Eindruck bei. Machen Sie klare Angaben auf ihrer Visitenkarte, denn Ihr gegenüber möchte wissen, mit wem er es zu tun hat.

5.Wer wirklich Interesse hat, kann das doch lesen! Falsch.

Wenn Sie nicht nur im deutschsprachigen Raum arbeiten und Kunden ansprechen möchten, sollten Sie die Visitenkarte in jedem Fall zweisprachig gestalten. Das bedeutet nicht, ihren Beruf auf einfallsreiche Art mit englischen Begriffen auszuschmücken, sondern sich von einem professionellen Übersetzer die wichtigsten Worte übersetzen und die englische Variante auf die Rückseite drucken zu lassen.

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Claudia Korthaus arbeitet seit ihrer Ausbildung zur Schriftsetzerin in verschiedenen Bereichen der Gestaltungsbranche. Sie ist als Autorin von Artikeln und Fachbüchern tätig, entwickelt grafische Konzepte und Redesigns für Unternehmen und unterrichtet Grafik, Gestaltung und Typografie. Seit 2016 erstellt sie für Printcarrier.com redaktionelle Inhalte.


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