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Das 1 x 1 der Magazingestaltung: Der Satzspiegel – Teil 1


Die Gestaltung eines Magazins ist eine komplexe Aufgabe. Im Gegensatz zur Visitenkarte oder Postkarte verfügt das Magazin in der Regel um einen weitaus höheren Umfang, den der Gestalter in Form bringen muss. Das verursacht nicht nur mehr Arbeit, sondern bedarf auch einer Struktur. Der Satzspiegel, also der bedruckte Bereich in einem Magazin, vermittelt dem Leser einen ersten Eindruck, sorgt für die Übersicht und den notwendigen Rahmen, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die Kunst des richtigen Satzspiegels ist es also, ein optimales und harmonisches Verhältnis von bedruckten zu unbedruckten Bereichen der Seite zu erzielen, unter Rücksichtnahme auf gegebene Notwendigkeiten.

Die besten Satzspiegel-Tipps: Was rein gehört und wer draußen bleibt.

Den einen, „richtigen“ Satzspiegel gibt es nicht – die Aufteilung der Seite und die Definition der Weißräume zu allen vier Seiten, den sogenannten Stegen, muss also mit Sorgfalt sowie auch in Kenntnis diverser praktischer Anforderungen vorgenommen werden. Aber was gehört überhaupt zum Satzspiegel? Das sind die Bilder und Texte des Magazins, aber auch der sogenannte lebende Kolumnentitel. Dabei handelt es sich um eine Textzeile mit kurzer Info über den Inhalt der Seite oder mit einer Angabe zum Ressort, die in der Regel am oberen Seitenrand steht wie auf dem Bild zu sehen; der tote Kolumnentitel hingegen, der nur aus der Seitenzahl besteht, zählt nicht zum Satzspiegel.

 

Und wer bezahlt?

Eine der Notwendigkeiten ist zunächst die Frage nach den Anzeigen. Wem nutzt das schönste Magazin etwas, wenn es sich nicht finanzieren kann. Viele Magazine leben von der Anzeigenschaltung, deren Aufteilung auf einem Raster basiert. So können die Anzeigenkunden ein- oder mehrspaltige Werbeformate buchen. Klären Sie also zunächst, auf welcher Spaltenbreite der Anzeigenverkauf basiert beziehungsweise besprechen Sie mit der Anzeigenabteilung die Mindestbreite sowie -anzahl der Spalten.

 

Das Geheimnis der verschiedenen Inhalte

Im nächsten Schritt gilt es, das Verhältnis zwischen Text und Bild in Erfahrung zu bringen. Sehr textlastige Seiten, deren Aufbau an ein Buch erinnert, bedürfen größerer Weißräume. Somit sollte der Kopfsteg oben, der Innensteg, der zum Bund hin zeigt, der Außensteg und der Fußsteg am unteren Rand größer sein als bei solchen Seiten, bei denen das Gesamtbild durch Bilder, Zeichnungen, Tabellen oder Kästen aufgelockert wird. Sind hingegen viele Bilder und andere Elemente auf der Seite, dürfen die Stege auch kleiner werden wie im Beispiel des Bildes zu sehen. Hier sind der Fuß- und der Außensteg klein gewählt.

Viele Seiten – viel Weiß

Nicht zuletzt spielt der Umfang bei der Satzspiegelfindung eine Rolle – zumindest für den Innensteg. Je dicker das Magazin, umso schlechter lässt es sich aufschlagen und umso weniger sichtbar ist der Innensteg. Somit muss dieser größer gewählt werden, je mehr Seiten Sie verarbeiten.

Vorgestellt: Vier Stege mit einem Verhältnis

Die vier Steggrößen stehen im Verhältnis zueinander. Bei Magazinen mit einem geringen Seitenumfang, bei dem der Innensteg gut sichtbar ist, gilt die Regel, dass dieser ungefähr halb so groß ist wie der Außensteg; Liegt das Magazin offen vor uns auf dem Tisch, betrachten wir dann nämlich zwei Innenstege nebeneinander, die gemeinsam etwa die gleiche Breite aufweisen wie ein Außensteg. Der Fußsteg sollte am größten sein. Dadurch verhindert man, dass die Seite optisch nach außen oder nach unten fällt.

Brechen wir diese Informationen auf Einheiten herunter, gilt folgendes: Der Innensteg beträgt zwei Einheiten, der Kopfsteg drei Einheiten, der Außensteg vier und der Fußsteg fünf Einheiten. Die Größe der Einheiten und somit die Größe des gesamten Satzspiegels ist natürlich vom Format, von der Menge der Inhalte, die untergebracht werden müssen sowie wie bereits erwähnt von der Art der Inhalte abhängig. So kann beispielsweise bei einem Magazin im Format DIN A4 als Einheitsgröße 0,5 Zentimeter dienen; der Satzspiegel hätte dann die Ausmaße (bei einer rechten Seite von innen nach außen im Uhrzeigersinn) 1cm, 1,5 cm, 2 cm und 2,5 bzw. 3 cm.

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Claudia Korthaus arbeitet seit ihrer Ausbildung zur Schriftsetzerin in verschiedenen Bereichen der Gestaltungsbranche. Sie ist als Autorin von Artikeln und Fachbüchern tätig, entwickelt grafische Konzepte und Redesigns für Unternehmen und unterrichtet Grafik, Gestaltung und Typografie. Seit 2016 erstellt sie für Printcarrier.com redaktionelle Inhalte.
Kategorie: Magazine

Magazine mit Rückendrahtheftung:


DIN A6 (10,5 x 14,8 cm)
135g glänzend
4/4-farbig (beidseitiger Druck)
8-Seiter
Rückendrahtheftung

44,00 EUR NETTO

Magazine mit Spiralbindung:


DIN A6 (10,5 x 14,8 cm)
250g folienkaschiert matt
4/4-farbig (beidseitiger Druck)
10-Seiter
Wire-O-Bindung/Längsseite

30,00 EUR NETTO

Magazine mit PUR-Klebebindung:


DIN lang (9,8 x 21,0 cm)
Innenseiten: 115g glänzend, Umschlag: 170g glänzend + Außenseite folienkaschiert glänzend
4/4-farbig (beidseitiger Druck)
36-Seiter
PUR-Klebebindung

52,00 EUR NETTO


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