Kontaktdaten
Wir sind gerne für Sie da! Sie erreichen uns telefonisch unter 0049-911-521915-11 von Montag bis Freitag 08:00 - 18:00 Uhr oder über unser Kontaktformular.

Beitrag

Beweisen Sie Stil – Die 3 Regeln der guten Gestaltung // Regel #2


Wer die drei Grundregeln der Gestaltung beachtet, hat den Grundstein für gutes Design gelegt. Im Folgenden beschäftigen wir uns mit der zweiten Grundregel der guten Gestaltung.

Es passiert immer wieder, dass wir auf bestimmte Gestaltungen nur einen kurzen Blick werfen und wieder wegsehen. Eine solche Gestaltung hat nichts oder nicht genug davon, was den Betrachter hält. Falls der Betrachter doch bleiben muss, weil er Informationen benötigt, fällt ihm das schwer und er muss sich mühsam orientieren. Ein solches Design hat in jedem Fall sein Ziel verfehlt, nämlich dem Interessierten auf einen Blick die wichtigsten Daten übersichtlich zu präsentieren. Diese Übersichtlichkeit, die für nahezu alle Gestaltungen erwünscht ist, entsteht durch Gruppen und Abstände. Unsere zweite Gestaltungsregel lautet „Gruppen bilden“.

Gestaltungsregel #2: Gruppen bilden

Objekte, die zusammen stehen, bilden eine Gemeinschaft und werden vom Betrachter auch als solche erfasst. Leerräume zwischen Objekten zeigen auf, dass es sich um nicht zusammengehörende Objekte handelt, die auch entsprechende, nicht primär zusammengehörige Inhalte aufweisen. Zu viele einzelne Objekte oder Gruppen wirken unstrukturiert und verstreut.

So knacken Sie den Code

Bei der Frage, was mit wem und wohin gruppiert werden soll, hilft es, sich die Frage zu stellen, welche Informationen gemeinsam aufgenommen werden sollen. Auf diese Weise lassen sich bei der Entscheidung schnell Unsicherheiten ausräumen. In Werbeblättern steht der Preis nah am Produkt, auf Visitenkarten die Straße und der Ort.

Beim Beispiel des Freizeitbads fehlt zunächst die Unterteilung in Gruppen. Im zweiten Beispiel wurde mit Abständen gearbeitet, was die Informationen übersichtlicher macht, in der dritten Variante helfen die Auszeichnungen zusätzlich bei der Orientierung. Wer sich sorgt, der größere Raum koste Geld, betrachte die vierte Variante, bei der ebenfalls gruppiert wurde, allerdings ohne tatsächlich mehr Platz zu benötigen.

Gruppen bilden im Mengentext: So macht das Sinn

Auch bei der Arbeit mit längeren Texten über mehrere Seiten hinweg vereinfacht eine korrekte Gruppenbildung das Erkennen und Erfassen der Informationen. Zwischenüberschriften, die mit einer Leerzeile über und unter dem Text gestaltet sind, sind nicht optimal – der Abstand zum vorhergehenden Text ist dadurch identisch mit dem Abstand zum Folgetext. Optisch gehört die Zwischenüberschrift also weder zum vorhergehenden noch zum folgenden Text. Dies ist aber inhaltlich falsch genauso wie optisch unschön, da sie sehr wohl über den Inhalt des folgenden Absatzes informiert und somit mit ihm eine Gruppe bilden sollte. Ergo: der Abstand nach der Überschrift sollte immer kleiner gewählt werden als der Abstand vor der Überschrift.

Gleiches gilt für den Abstand zwischen Bild und Bildunterschrift, der immer kleiner sein sollte als der zwischen der Bildunterschrift und anderen Objekten.

Im ersten Beispiel steht die Bildunterschrift genau zwischen zwei Bildern und der Betrachter kann nicht erkennen, zu welchem Bild sie gehört. In der zweiten Abbildung ist nur der Raum ein wenig korrigiert worden und schon ist klar, welcher Text zu welchem Bild gehört.

Chaos im Text? Wie das Ordnen gelingt

Manchmal ist es aus bestimmten Gründen nicht möglich, dass zusammengehörende Inhalte auch optisch zusammen stehen – vielleicht, weil Text A mit einen Attribut zu Objekt 1 gehört, mit seinem zweiten Attribut aber zu Objekt 2. In diesen Fällen arbeitet man mit anderen Stilmitteln wie zum Beispiel der Farbe, der Schriftart, der Größe oder der Form.

Im ersten Bild sind zunächst alle Zeilenabstände identisch, und durch die rechtsbündige Ausrichtung der Preise wird noch unübersichtlicher, welche Informationen zu welchem Angebot gehören. Indem man die Zeilenabstände korrigiert, die Ausrichtung ändert und den Zwischenraum leicht vergrößert, strukturiert man die Daten und baut sie übersichtlich auf. In der dritten Variante sind alle Preise in derselben Farbe ausgezeichnet, was eine Verbindung herstellt, dabei aber die räumliche Aufteilung unverändert lässt.

Hier können Sie die erste Gestaltungsregel noch einmal nachlesen!

The following two tabs change content below.
Claudia Korthaus arbeitet seit ihrer Ausbildung zur Schriftsetzerin in verschiedenen Bereichen der Gestaltungsbranche. Sie ist als Autorin von Artikeln und Fachbüchern tätig, entwickelt grafische Konzepte und Redesigns für Unternehmen und unterrichtet Grafik, Gestaltung und Typografie. Seit 2016 erstellt sie für Printcarrier.com redaktionelle Inhalte.
Kategorie: Gestaltungstipps



Ihr Browser ist leider veraltet, oder sie haben Javascript deaktiviert!

Um die bestmögliche Darstellung unserer Seiten zu gewähren, empfehlen wir Ihnen ein Updates Ihres Internet-Browsers durchzuführen. Oder Javascript zu aktivieren.