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Die 7 größten Fehler bei der Erstellung eines Druck-PDF


Die Gestaltung ist fertig, alle sind zufrieden – und nun ab in die Druckerei mit den Daten. Halt, an der Stelle haken wir ein. Wie müssen die Daten aussehen, die in die Druckerei gehen, damit die Gestaltung im Druck auch so aussieht wie geplant? PrintCarrier.com verrät Ihnen die 7 größten Fehler beim Erstellen eines Druck-PDF und wie Sie diese gekonnt vermeiden.

Das ultimative Druckformat: Das PDF

Sprechen wir zunächst über das Format. Das PDF ist das optimale Format, um Daten weiterzugeben und drucken zu lassen. Es enthält alle notwendigen Elemente,  ist verhältnismäßig klein und der Empfänger, sprich die Druckerei, kann Ihr PDF öffnen und drucken, ohne dass sie kostenpflichtige Software erwerben muss. Ergo: Das PDF ist das Druckformat der Wahl.

Woher nehmen und nicht stehlen?

Fast alle Layout- und Grafikprogramme können ein druckreifes PDF erzeugen; alterativ gibt es Software wie Wondershare PDFelement für den Mac oder den PDF Creator für Windows. Professionelle Software wie InDesign bieten vordefinierte Einstellungen, um ein druckfähiges PDF zu exportieren; im Detail sollte man aber überprüfen, ob die Einstellungen auch für die eigenen Zwecke und die Druckerei korrekt sind.

Die 7 größten Fehler

Falsches PDF-Format

Bei dem PDF, das die Druckereien erhalten, sollte es sich in der Regel um ein PDF/X-4:2010 oder PDF/X-1a:2001 handeln, das Sie beispielsweise in InDesign auswählen können. Wenn Sie mit Transparenzen gearbeitet haben, sollten Sie das PDF/X-4:2010 verwenden. Interaktive Elemente wie Schaltflächen oder Formularfelder gehören nicht in ein Druck-PDF!

Abgeschnittene Elemente

Wichtige Informationen sollten sie mindestens 3mm vom Rand entfernt platzieren, da sie sonst abgeschnitten werden könnten. Bilder oder Flächen, die nach dem Druck bis an den Rand reichen sollten, müssen in den Beschnitt gelegt werden, das heißt, sie müssen in der Datei 1 bis 3 mm in den nicht druckenden Bereich ragen.

Zu große Dateimaße

Ihre Datei muss im Endformat angelegt werden und nicht inklusive Beschnitt. Wer also einen Briefbogen im Format DIN A4 drucken lassen möchte, arbeitet mit einer Dateigröße von 21x 29,7mm; der Beschnitt muss separat angegeben werden.

Zu geringe Bildauflösung

Die enthaltenen Pixeldaten müssen eine Auflösung von mindestens 300 dpi aufweisen.

Schriften werden ersetzt

Alle in der Datei verwendeten Schriften sollten in das PDF eingebettet sein, sonst wird im Druck eventuell auf Ersatzschriften zurückgegriffen.

Zu viel oder zu wenig Farbe

Damit die Farbe auf dem Papier haften kann, ist es üblich, den Farbauftrag zu begrenzen, in der Regel auf 280%. Somit darf die Summe aller auf einer Stelle aufgetragenen Farben nicht mehr als 280% betragen. Auch ein Mindestfarbauftrag ist üblich, meist liegt er zwischen 10% und 15%; fragen Sie bei Ihrer Druckerei nach.

Unnötige Beschnittzeichen und Passkreuze

Die meisten Druckereien möchten keine Beschnittzeichen und Passkreuze im PDF. Klären Sie das vorab mit Ihrer zuständigen Druckerei.

Sie können bei allen acht Punkten zufrieden nicken? Dann haben Sie die besten Voraussetzungen geschaffen, damit Ihre Gestaltung optimal gedruckt werden kann. PrintCarrier.com wünscht Ihnen viel Freude mit Ihrem Druckergebnis.

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Claudia Korthaus arbeitet seit ihrer Ausbildung zur Schriftsetzerin in verschiedenen Bereichen der Gestaltungsbranche. Sie ist als Autorin von Artikeln und Fachbüchern tätig, entwickelt grafische Konzepte und Redesigns für Unternehmen und unterrichtet Grafik, Gestaltung und Typografie. Seit 2016 erstellt sie für Printcarrier.com redaktionelle Inhalte.
Kategorie: Tipps & Tricks



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