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Textausrichtung – Teil 3: Der rechtsbündige und zentrierte Satz


Es flattert links, es flattert rechts, es flattert links und rechts oder auch gar nicht? Die Textausrichtung ist eine relevante Entscheidung, die Sie als Grafiker treffen müssen und dürfen. Denn nur mit der richtigen Ausrichtung wird der Text besser oder schwerer lesbar. Im dritten Teil unserer Reihe zur Textausrichtung stellt Ihnen PrintCarrier.com die Eigenheiten, Vorzüge und Nachteile von rechtsbündigem und zentriertem Text vor. Teil 1 zum Blocksatz sowie Teil 2 zu linksbündigem Text sind ebenfalls sehr lesenswert!

Die Randfigur: Rechtsbündiger Text

Beim rechtsbündigen Text sind sich die Zeilenenden an einem rechts stehenden Bund ausgerichtet und flattern nach links aus. Der Begriff Flattersatz, der streng genommen auf den links- und auf den rechtsbündigen Satz zutrifft, wird allerdings eher mit dem linksbündigen Satz in Verbindung gebracht. Wenn Ihnen also der Kunde nur den Begriff „Flattersatz“ zuruft, sollten Sie eher von einem linksbündigen Flattersatz ausgehen; wer rechtsbündigen Flattersatz möchte, wird in der Regel den Begriff „rechtsbündig“ dazusagen.

Das Geheimnis der erschwerten Lesbarkeit

Dies liegt nicht zuletzt daran, dass der rechtsbündige Text eher selten zum Einsatz kommt, und das aus gutem Grund. Da wir von links nach rechts lesen, unser Auge also an der linken Kante den Startpunkt für die nächste Zeile sucht, ist es deutlich einfacher, wenn sich der horizontale Startpunkt der Zeile immer an der gleichen Stelle befindet. Das ist bei rechtsbündigem Satz nicht der Fall, hier startet jede Zeile an einem anderen X-Wert – und das bedeutet, dass der Leser eine Menge mehr Aufmerksamkeit benötigt, was ein flüssiges Lesen fast unmöglich macht.

Wo Sie den rechtsbündigen Satz am besten einsetzen

Den Flatterbereich, die Trennungshäufigkeit, Abstände und andere Optionen lassen sich in der Regel alle einstellen. Die Vorgaben gleichen denen, die in Teil 2 erläutert wurden. Allerdings steht schnell fest, dass sich der rechtsbündige Satz nur für kurze Texte beziehungsweise wenige Zeilen eignet. Eine Einladung, eine Dankeskarte, Bildunterschriften oder ein Slogan, und bei diesen überschaubaren Textmengen sollte man die Zeilen manuell trennen, um Wachs-tube, Stiefel-tern oder das berühmte bein-halten zu vermeiden. Nur so erhält man einen inhaltlich sinnvollen und optisch schönen Zeilenfall, der abhängig von der gewählten Schrift und der restlichen Gestaltung elegant und individuell wirken kann. Bei mehr als vier bis fünf Zeilen Text sollte man aber den rechtsbündigen Text lieber links liegen lassen.

Rechtsbündig ausgerichtetem Text fehlt die linke Kante, was die Lesbarkeit erschwert.

Sie brauchen eine persönliche Note? Zentrieren Sie!

Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Mittelachsensatz. Er wird auch als zentrierter oder axialer Satz oder symmetrischer Flattersatz bezeichnet. Die gedachte Achse liegt dabei in der Mitte der maximalen Satzbreite, und die Zeile flattert von der Achse symmetrisch nach rechts und links.

Der zentrierte Satz sollte ähnlich wie der rechtsbündige Satz nur bei wenigen Textzeilen zum Einsatz kommen. Der Grund dafür ist ebenfalls die erschwerte Lesbarkeit, die durch die fehlende linke Kante entsteht. Slogans, Einladungen, Glückwünsche, Gedichte oder Sprüche fühlen sich im rechtsbündigen Satz gut aufgehoben und verleihen den Gestaltungen eine persönliche Note. Die wenigen Zeilen sollten dann auch manuell umbrochen werden, damit ein sinnvoller sowie ein optisch schöner Zeilenfall entsteht.

Bei zentriertem Text verläuft die Achse in der Mitte.

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Claudia Korthaus arbeitet seit ihrer Ausbildung zur Schriftsetzerin in verschiedenen Bereichen der Gestaltungsbranche. Sie ist als Autorin von Artikeln und Fachbüchern tätig, entwickelt grafische Konzepte und Redesigns für Unternehmen und unterrichtet Grafik, Gestaltung und Typografie. Seit 2016 erstellt sie für Printcarrier.com redaktionelle Inhalte.



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