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Schriften mit Ausstrahlung


Entdecken Sie die Ausstrahlung der Schriften

Sie kennen nun die Details, durch die sich die Schriftart voneinander unterscheiden und durch die die gesamte Schriftwirkung entsteht. Fassen wir jetzt einige allgemeingültige Regeln über die Wirkung einer Schriftart zusammen.

  • So gelten Schriftarten mit Serifen als edel, würdig, in sich ruhend. Besonders zu den Schriften aus der Gruppe der Renaissance-Antiqua passen diese Eigenschaften. Als Beispiele seien hier die Garamond, Palatino oder Sabon genannt.
  • Andere Serifenschriften, nämlich die aus der Gruppe der Barock-Antiqua, sind eher spannungsreich, aufbauend und variabel. Beispiele hierfür sind die Baskerville, die Caslon oder auch die allseits bekannte und viel zu häufig eingesetzte Times, auch wenn diese nicht unbedingt sehr charakteristisch für diese Gruppe ist.
  • Schriftarten mit sehr betonten Serifen sagt man nach, kraftvoll, konstruktiv und linienbetont zu sein. Vielleicht kennen Sie die Memphis oder die American Typewriter? Diese Schriften zeichnen sich durch ihre stark betonten Serifen aus.Blog3
  • Die serifenlose Antiqua vermittelt einen sachlichen, ruhigen und konstruktiven Eindruck, kann aber auch etwas unpersönlich wirken.Schrift15

Wenn wir Unterschied und Wirkung zwischen Serifen und Serifenlos noch etwas mehr vereinfachen wollen, dann können wir sagen: Die Serifenschriften wirken eher elegant, die Serifenlosen modern und neutral und sachlich.

  • Die kursiven Schriftarten wirken durch ihre Vorwärtsneigung dynamisch, Schreibschriften und geschwungene Schriften verspielt.
  • Schriftarten mit Unterschieden in den Strichstärken wirken kraftvoller und dynamischer als Schriften mit gleichen Strichstärken.Blog2
  • Fette Schriftarten wirken stark und kräftig, dominant, aber auch behäbig, schwer und träge.
  • Schriften mit dünner Strichstärke wirken filigran, zerbrechlich, eventuell instabil, dezent, zurückhaltend, aber auch schlank und wendig.

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  • Schreibschriften wirken individuell und dynamisch. Haben Sie unterschiedlich starke Strichstärken, verleiht Ihnen das eine gewisse Eleganz.

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  • Gebrochene Schriftarten wirken traditionell, deutsch und alteingesessen.

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  • Nun, und dann haben wir da noch die große Gruppe der „besonderen“ Schriftarten, die sich nicht in eine Gruppe zusammenfassen lassen und deren Wirkung sich ebenso wenig verallgemeinern lässt. Das sind Schriftarten mit handschriftlichem Charakter oder Schriften die besonders alt wirken, mit Konturen oder für eine ganz spezielle Stilrichtung.

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Claudia Korthaus arbeitet seit ihrer Ausbildung zur Schriftsetzerin in verschiedenen Bereichen der Gestaltungsbranche. Sie ist als Autorin von Artikeln und Fachbüchern tätig, entwickelt grafische Konzepte und Redesigns für Unternehmen und unterrichtet Grafik, Gestaltung und Typografie. Seit 2016 erstellt sie für Printcarrier.com redaktionelle Inhalte.
Kategorie: Schriftanalyse



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