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Pixel und Vektoren


Warum sieht so manches gedruckte Bild verpixelt oder unscharf aus? Und warum hat das Logo als EPS so eine kleine Dateigröße – kann ich es trotzdem auf ein Plakat drucken? PrintCarrier.com erklärt den Unterschied zwischen Pixel und Vektoren und verrät Ihnen, an welcher Stelle Sie welches Format verwenden sollten.

Was Sie über Pixel wissen sollten

Ein Pixelbild (auch Bitmap oder Rastergrafik) besteht aus Pixeln, soviel ist klar. Die gängigen Formate lauten JPG, PNG, TIFF oder PSD. Pixel bedeutet Bildpunkt innerhalb eines digitalen Bildes. Diese einzelnen, quadratischen Bildpunkte sind rasterförmig angeordnet und enthalten nur einen einzigen Farbwert, aber in ihrer Gesamtheit ergeben Sie ein buntes – oder auch ein graues – Bild. Übrigens verwendet auch ein Monitor solche Bildpunkte. Er hat eine Auflösung von 72 dpi, also 72 Punkte pro Inch. Ein Inch ist 2,54 Zentimeter groß.

Bildpunkte in der Vergrößerung

Gewusst wie: Die Berechnung der Auflösung bzw. der Bildgröße

Nun liegt es auf der Hand, dass solche Pixel nicht beliebig skaliert werden können, ohne dass die Qualität darunter leidet. Um die Auflösung eines Bildes und somit seine maximale Größe zu erfahren müssen wir ein wenig rechnen.

Nehmen wir an, Ihr Bild hat eine Auflösung von 1548 x 2064 px bei 72 dpi. Die Rechnung dazu lautet:

  1. a) Wir teilen zunächst die Breite (bzw. die Höhe) durch die Auflösung des Monitors von 72 dpi, also 1548 / 72 = 21,5 inch (bzw. 2064 / 72 = 28,6 inch).
  2. b) Nun rechnen wir die Inch in Zentimeter um. 21,5 inch x 2,54 = 54,6 cm (bzw. 28,6 inch x 2,54 = 72,6 cm)

Das Bild hat somit am Monitor eine Größe von 54,66 x 72,6 cm.

Und wie groß kann ich drucken?

Im Druck gilt eine Auflösung von 300 dpi. Somit müssen wir in Schritt a) unsere Breite und Höhe nicht durch 72, sondern durch 300 teilen und kommen auf eine Bildgröße von 13,11 x 17,5 cm. Das ist also die maximale Größe des Bildes in Zentimeter; wird das Bild größer skaliert, kann es unscharf beziehungsweise verpixelt werden.

Wer die Rechenaufgabe lieber anderen überlässt, kann seine Werte hier eingeben.

Unter uns: Streng genommen müsste die Angabe der Bildauflösung in ppi erfolgen; dpi ist das Auflösungsmaß für den Druck. In der Praxis verwendet man aber dpi für die Bildauflösung sowie auch für die Druckauflösung.

Wie Sie mit den pflegeleichten Vektoren arbeiten

Die Vektordaten sind im Vergleich zu den Pixeldaten leicht zu handhaben. Die Formate sind das typische EPS, das AI aus Illustrator oder das CDR aus CorelDraw. Bei Vektordaten muss weder gerechnet, noch muss die Größe beachtet werden. Vektoren bestehen nämlich nicht aus einzelnen, quadratischen Bildpunkten, sondern aus Pfaden, aus Linien und Kurven. Somit besteht eine Linie nicht aus aneinandergereihten Punkten, sondern aus einem Anfangspunkt, einem Endpunkt und einer Linie dazwischen. Es liegt auf der Hand, dass die Qualität dieser Linienkonstruktion unabhängig von Anfangs- und Endpunkt ist. Vektordaten lassen sich also beliebig nach unten und oben skalieren, Sie lassen sich übereinanderlegen, stapeln und immer noch einzeln anfassen und bearbeiten. Und da hier mit viel weniger Punkten und Informationen gearbeitet werden muss, sind die Datenmengen deutlich geringer – und trotzdem für die Vergrößerung auf dem Plakat geeignet, sofern sauber gearbeitet wurde.

Diese Linie besteht aus drei Punkten und einer Verbindung dazwischen

Auch der Fuchs kann sich irren

Wer jetzt denkt, er sei ein Fuchs, weil er künftig nur mit Vektordaten arbeite und sich somit das Rechnen und die möglichen Qualitätsverluste erspart, irrt. Vektoren eignen sich natürlich nur für bestimmte Objekte. Bleiben wir beim Beispiel der Linie – wenn die Linie einfarbig ist, kann sie ein Vektorobjekt bleiben. Aber was ist, wenn sie unterschiedliche Farben annehmen soll? Spätestens dann muss mit einzelnen Bildpunkten, also mit Pixeldaten gearbeitet werden.

Wir haben also eine ganz klare Arbeitsteilung. Jedes Foto, jedes Bild, jeder Farbverlauf ist ein Pixelbild. Hingegen sind Grafiken wie geometrische Formen, Schriften, viele Logos oder Icons in der Regel Vektordaten.

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Claudia Korthaus arbeitet seit ihrer Ausbildung zur Schriftsetzerin in verschiedenen Bereichen der Gestaltungsbranche. Sie ist als Autorin von Artikeln und Fachbüchern tätig, entwickelt grafische Konzepte und Redesigns für Unternehmen und unterrichtet Grafik, Gestaltung und Typografie. Seit 2016 erstellt sie für Printcarrier.com redaktionelle Inhalte.



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