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Ändern Sie Ihren Blickwinkel


Porträts: Wie Sie Blicke optimal lenken

Für die Blickrichtung gilt ähnliches. Eine Person auf dem Bild, die nach rechts blickt, empfinden wir als natürlicher als eine Person, die nach links blickt. Der Betrachter folgt in der Regel dem Blick der abgebildeten Person. Achten Sie also darauf, wo die Person hinblickt: In Blickrichtung ist eine gute Position, um weitere Informationen unterzubringen, und in der Werbung wird gerne der Slogan oder das beworbene Produkt in den Blickverlauf der abgebildeten Person platziert.

MannAuch der Rand des Bildes trägt zum Blickverlauf bei: Ist er hell, gleitet der Blick des Betrachters leichter nach außen und landet außerhalb – eventuell auf dem Plakat des Konkurrenten. Wird der Blick aber durch andere Bestandteile im Bild gehalten, beispielsweise durch einen Rand, kehrt er eher zum Motiv oder zur Bildaussage zurück.

 

Die Macht des Blickes: Führen Sie den Betrachter zu Ihrem Produkt!

Für alle Gestaltungen gilt: Lassen Sie die Person in Ihr Layout hineinblicken und nicht hinaus. Blickt die abgebildete Person in die Gestaltung hinein, zeigt sie Interesse an Ihrem Produkt. Ganz nebenbei landet so auch der Blick des Betrachters eher innerhalb des Druckproduktes, da dieser ja dem Blick der abgebildeten Person folgt. Blickt die Person aus dem Flyer, der Postkarte oder der Broschürenseite hinaus, signalisiert das Desinteresse und Ablehnung, und auch der Blick des Betrachters landet schnell außerhalb des Layouts.

FrauDas Geheimnis der Schönheit: Porträts und das Spiegeln

Untersuchungen haben gezeigt, dass symmetrische Gesichter als schön, aber auch eher als langweilig empfunden werden. Hier zeigen sich Parallelen zur harmonischen Gestaltung, deren Gefahr in der Langeweile liegt.

 

 

 

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Die meisten Gesichter sind aber nicht symmetrisch – viele von uns haben vielleicht eine etwas höhere Augenbraue und einen etwas tiefer platzierten, ungleichen Mundwinkel oder nicht exakt gleich große Augenhöhlen. Aus diesem Grund sollten Sie Porträts niemals spiegeln. Durch das Spiegeln verändern Sie die gesamte Ausstrahlung der Person, und spätestens wenn Sie ein Bild von sich selbst spiegeln, erkennen Sie, wie stark die Veränderung sein kann.

Wenn Sie also ein Porträt im Katalog platzieren mit einer Person, die aus der Seite herausblickt, dann verschieben Sie das Bild, ändern Sie die Platzierung oder tauschen Sie Bilder – nur bitte spiegeln Sie das Bild nicht.

Fotografieren Sie im richtigen Format

Grundsätzlich gibt es bei den Formaten kein besser oder schlechter. Besonders Landschaftsfotografien, Horizonte und Panoramen sind üblicherweise im Querformat fotografiert, weil es die Breite betont – Portraits findet man häufig im Hochformat. Allerdings ist auch das keine Empfehlung, denn gerade der Wechsel zwischen Ausrichtung des Motivs und Ausrichtung des Formats erzeugt häufig eine willkommene Spannung. Die quer verlaufende Brücke im Hochformat fotografiert kann also ein Bild deutlich interessanter machen als das gleiche Motiv im Querformat, und genauso umgekehrt erzeugt das Hochhaus im Querformat eventuell mehr Spannung als das Hochhaus im Hochformat.

Grundsätzlich gilt:

  • Das Querformat entspricht unserem Sehfeld und wird von uns somit als am natürlichsten empfunden. Es wirkt ausladend und vermittelt Weite, die Breite kommt gut zur Geltung, und insgesamt wirkt es eher ruhig als aktiv.
  • Im Hochformat wird die Vertikale betont; Größe und Überlegenheit können hier gut präsentiert werden, die Motive in der Breite kommen weniger zur Geltung. Grundsätzlich wirkt das Hochformat eher aktiv und dynamisch.
  • Das quadratische Format wirkt aufgrund seiner vier gleichlangen Seiten ausgeglichen und harmonisch, bringt aber gleichzeitig die Gefahr von Langeweile mit sich. Zudem ist es deswegen recht unüblich, da die Kameras grundsätzlich keine quadratischen Formate aufnehmen und jedes Format erst beschnitten werden muss, um quadratisch zu sein.

Die ultimativen Tipps gegen langweilige Bilder

Auch das ist möglich: Man hat alle guten Ratschläge befolgt, und das Bild ist trotzdem langweilig, uninteressant oder nichtssagend. Versuchen Sie es mit folgenden Tipps:

  • Zweites Motiv

Sie haben zwar ein Motiv, aber das ist nicht spannend? Bringen Sie ein zweites Motiv ins Bild.

  • Bewegungsunschärfe

Bewegungsunschärfe sorgt für Dynamik und Bewegung. Hier ist die richtige Belichtungszeit ausschlaggebend für eine professionelle Aufnahme.

  • Details

Ein Motiv, das in gewohnter Größe etwas unspektakulär erscheint, kann bei einer Detailvergrößerung plötzlich spannend und interessant werden.

  • Dreierkomposition

Besonders bei der Porträtfotografie, aber auch bei anderen Motiven, erzeugt die Anordnung in Dreiecksform für Harmonie und gleichzeitig für Spannung. Im ersten Bild fehlt die Spannung, das zweite ist besser gelungen.

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  • Ungewöhnlicher Betrachtungswinkel

Der vierzehnte Sonnenuntergang? Fotografieren Sie ihn durch einen Maschendrahtzaun oder einen Busch.

  • Ungewöhnliche Perspektive

Fotografieren Sie nicht von vorn nach hinten, sondern von oben nach unten oder von unten nach oben. Durch das Verändern der Perspektive verändert sich auch das Größenempfinden, was wiederum für Überraschungen und interessante Bilder sorgen kann.

Läufer

5 Tipps für die Bildauswahl

Ob Sie nun selbst fotografieren oder aus der Vielzahl von Stockfotografien die Qual der Wahl haben: Achten Sie auf folgende Punkte:

Sorgen Sie für ein Motiv.

  • Achten Sie auf eine optimale Raumaufteilung (Goldener Schnitt, Drittelteilung oder symmetrische Aufteilung)
  • Sorgen Sie für das optimale Format.
  • Führen Sie den Blick des Betrachters durch perspektivische Linien.
  • Personen sollten in das Bild hineinblicken.

Der Erfolg mit Ihren Bildern

Der Einsatz von Bildern ist ein gewaltiges Mittel, um Emotionen zu wecken und Inhalte zu vermitteln. Sorgen Sie für eine optimale Bildauswahl. Wir hoffen, dass wir Sie mit unserem Special zum Thema Bild bei der Wahl der Bilder oder beim Fotografieren unterstützen konnten und wünschen Ihnen viel Erfolg mit Ihrer Werbung!

 

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Claudia Korthaus arbeitet seit ihrer Ausbildung zur Schriftsetzerin in verschiedenen Bereichen der Gestaltungsbranche. Sie ist als Autorin von Artikeln und Fachbüchern tätig, entwickelt grafische Konzepte und Redesigns für Unternehmen und unterrichtet Grafik, Gestaltung und Typografie. Seit 2016 erstellt sie für Printcarrier.com redaktionelle Inhalte.



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