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Ab in die Zukunft mit ökologischem Papier


Trotz der fortschreitenden Digitalisierung steigt der Papierbedarf. Ein Europäer verbraucht durchschnittlich 157 Kilogramm Papier pro Jahr. Die USA und Europa sind die globalen Spitzenreiter beim Papierverbrauch. 42 Prozent der weltweiten Papierproduktion werden hier verarbeitet. Zum Vergleich: Auf Afrika entfallen nur 8 kg Papierkonsum pro Kopf und Jahr.

Recyclingpapier auf dem Vormarsch

Papier sparen können wir zum Beispiel mit einer Green-Printing-Software. Sie erkennt Leerräume im Dokument und füllt sie beim Drucken aus. Eine Entlastung für die Umwelt bedeutet das Verwenden von Recyclingpapier. Ökologisches Papier findet mittlerweile Anwendung in vielen unterschiedlichen Bereichen. Zahlreiche Unternehmen haben auf Recyclingpapier umgestellt. Selbst Stadtarchive verwenden Ökopapier zur Erstellung von Urkunden.

 

Keine Abstriche in Bezug auf Qualität und Haltbarkeit

Entgegen vieler Vorurteile steht recyceltes Papier dem Papier aus Frischfasern in Sachen Qualität nichts nach. Seine Haltbarkeit beläuft sich auf rund 100 Jahre. Ökologisches Papier ist nicht zwangsläufig ungebleicht und weist nicht zwingend einen gräulichen Ton auf. Es gibt Recyclingpapier mit verschiedenen Weißheitsgraden.

 

Kurzgefasst: Recyclingvorgang

Diese Schritte durchläuft das Altpapier beim Recyclingvorgang:

  • Entfernen von Störstoffen aus dem Altpapier in einer Papiersortieranlage
  • Einweichen des Papiers in Wasser: Fasern werden gelöst
  • Entfernen der Druckfarben, sogenanntes Deinking-Verfahren
  • Sieben des Papierbreis, Wasser wird abgeschöpft, Fasern verbinden sich
  • Pressen zu Papierbahnen und trocknen

 

Ressourcen schonen und Nachhaltigkeit fördern

Die Ökobilanz des recycelten Papiers ist deutlich besser als die des Frischfaserpapiers. Wertvolle Ressourcen werden geschont. Wer Papier wiederaufbereitet, braucht kein Holz als Rohstoff. Ein Abholzen der Urwälder wird vermieden. Es entfallen weite kontinental übergreifende Transportwege des Rohstoffes zur Papierfabrik.

Bei der Herstellung des Ökopapiers werden weniger umweltschädigende Chemikalien verwendet als bei der Produktion von Frischfaserpapier. Papierrecycling bedeutet im Vergleich zur herkömmlichen Papierherstellung eine Energieeinsparung von bis zu 60 Prozent. Es werden 70 Prozent weniger Wasser verbraucht sowie weniger CO2 Emissionen und Abfall produziert.

 

Ökopapier erkennen

Anhand bestimmter Siegel kann man das Ökopapier als solches erkennen. Eine weitläufig bekannte Kennzeichnung ist der Blaue Engel. Dieses Siegel steht für ein Papier, dessen Fasern zu 100 Prozent aus Altpapier bestehen. Bei seiner Herstellung kommen kein Quecksilber oder Blei zum Einsatz. Das europäische Ecolabel verspricht eine nachhaltige Forstwirtschaft, ökologische Produktion und das Vorliegen von Recyclingpapier. Ökologisches Papier kann auch durch ein firmeneigenes Siegel gekennzeichnet werden. Es handelt sich dabei um das Label Ökopa oder Ökopaplus.

 

Positive Bilanz

Papier, das aus Altpapier hergestellt wird, ist auf zweifache Weise umweltschonend. Zum einen ist kein Holz zu seiner Produktion notwendig. Der Raubbau an den Urwäldern wird verringert und weniger wertvolle Waldgebiete müssen Plantagen weichen. Zum anderen ist der Energie- und Wasserverbrauch um Zweidrittel geringer als bei der Produktion von Frischfaserpapier.

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Martina Schlereth




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